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22. August 2018 Christiane Staab

Forschen für die Masterarbeit

Als letzte Challenge am Weg zum Studienabschluss arbeiten Masterstudierende während des letzten Studiensemesters an ihrer Masterarbeit. Studierende aus vier Studiengängen stellen ihre Forschungsarbeiten für unseren Blogpost vor.

Einkaufsverhalten von Rollstuhlfahrern

Im Sommer 2018 schloss Thomas Kremsner sein Masterstudium Internationale Wirtschaftsbeziehungen mit Schwerpunkt auf Marketing & Consumer Insight mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Seine Masterarbeit widmete er einem besonderen Thema. Mittels Eye-Tracking Kamera untersuchte er das Einkaufsverhalten von Rollstuhlfahrern. Seine Ergebnisse präsentierte er bereits auf einer internationalen Konferenz. Auch eine Veröffentlichung ist geplant.

Die Orientierung stellt für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen beim Einkaufen oft ein grosses Problem dar.

Neun Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen und elf Personen ohne Mobilitätseinschränkungen stellten sich für die Testungen zur Verfügung. Die Ergebnisse von Personen mit und ohne Rollstuhl wurden dabei verglichen und so die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgearbeitet.

Junger Mann mit Eyetracking Brille beim Einkaufen
„In Einkaufsstätten erhalten Produkte auf Augenhöhe üblicherweise die meiste Beachtung. Bei Rollstuhlfahrern kommt es dabei aber auch immer auf den Grad der Mobilitätseinschränkung sowie weitere Faktoren wie das Geschäftslayout an“, erzählt Thomas. Grundsätzlich wurde beobachtet wie lange Rollstuhlfahrer brauchen, um ein gewisses Produkt im Geschäft zu finden, welche Bereiche gut sichtbar sind und welche weniger gut. Eine Eye-Tracking Kamera zeichnete dabei die Augenbewegungen der Probandinnen und Probanden auf. „An der FH Burgenland ist ein ganzes Forschungslabor dem Thema Eye-Tracking gewidmet. Es war immer spannend für mich, in diesem Bereich zu arbeiten.“ Der Forschung bleibt Thomas Kremsner weiterhin treu. Seit einigen Monaten ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschung Burgenland beschäftigt


Gesundheitsförderung messbar machen

In Krankenhäusern steht die medizinische Diagnose und Behandlung der Patientinnen und Patienten im Vordergrund. Die Bedeutung, die in diesem Setting dem Thema Gesundheitsförderung zukommt, steigt. Viele Krankenhäuser in Österreich legen bereits jetzt neben der medizinischen Versorgung ihr Augenmerk auf den Gesundheitsgewinn für die Menschen.

Die strategische Einbindung in die Organisation fehlt jedoch in den meisten Krankenhäusern. Dafür hat FH Burgenland Absolventin Martina Meister nun ein seit Ende der 90er Jahre entwickeltes Evaluationskonzept, die Balanced Scorecard (BSC), adaptiert und so den aktuellen Bedürfnissen angepasst. Sie wurde für ihre Masterarbeit aus dem Masterstudiengang Integriertes Versorgungsmanagement zum Thema „Entwicklung einer `Health-Balanced Scorecard` für das Setting Krankenhaus unter dem Aspekt der Integrierten Versorgung“ mit dem Health Research Award 2018 ausgezeichnet.

In einem Youtube Video erklärt Martina ihren Ansatz.

Screenshot eines Youtube Videos

„Gesundheitsförderung und Prävention nehmen im österreichischen Gesundheitssystem einen immer größeren Stellenwert ein. Letztendlich profitieren von erhöhtem Gesundheitsbewusstsein nämlich alle – von den Mitarbeiter/innen im Krankenhaus bis zu den Patient/innen und der gesamten Bevölkerung.“

Herkömmliche Evaluationskonzepte stoßen hier bald an ihre Grenzen. „Ich habe mir die Frage gestellt: Wie kann eine „Health-Balanced Scorecard“ für das Setting Krankenhaus unter dem Aspekt der Integrierten Versorgung dargestellt werden?

Screenshot aus Martina Meisters Youtube Video


Die Zukunft der Energieversorger

Im Dezember 2012 wurde die Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU (EED) als bisher wichtigster EU-Rechtsakt zur Energieeffizienz verabschiedet. Diese Richtlinie schaffte einen gemeinsamen europäischen Rahmen für die Energieeffizienz, um das übergeordnete EU-Energieeffizienzziel von 20 % bis 2020 zu erreichen. Alexandra Kobzev, Absolventin des Masterstudiengangs Energie- und Umweltmanagement der FH Burgenland, widmete ihre Masterarbeit den Auswirkungen dieser EU-Richtlinie auf Energieversorgungsunternehmen (EVU). Sie befragte dazu österreichische und deutsche EVUs und kommt zu einem differenzierten Ergebnis.

Alexandra Kobzev
„Ich wollte mit meiner Abschlussarbeit den Effekt der EED auf die EVU untersuchen und herausfinden welche möglichen Potenziale und Risiken sich dadurch ergeben“, erklärt Alexandra. Nach einer umfangreichen Literaturrecherche führte die Absolventin sechs Experteninterviews mit zwei österreichischen regionalen EVU, unter anderem der Energie Burgenland, und vier deutschen Stadtwerken durch. „Risiken aus der EED ergeben sich für die EVU durch eine fortwährende Veränderung der Rechtslage“, bemerkt sie. „Einige EVU verfolgen bereits ehrgeizige Unternehmensziele, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wohingegen andere noch die Marktentwicklung und die Verschärfung der EED abwarten.“


Forschen für Auftraggeber

Erfolgreich für beide Seiten lief die Zusammenarbeit von FH Burgenland Absolvent Norbert Fesel und EuroCloud Austria. Norbert schloss sein Masterstudium Cloud Computing Engineering im Juli erfolgreich ab. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit wichtigen Fragestellungen rund um Cloud Service Zertifizierungen. „Ich habe mich dem Rahmenwerk der EuroCloud StarAudit Zertifizierung angenommen und Vorschläge zur Erweiterung erarbeitet“, erklärt der engagierte Jungexperte.

„Die Arbeit von Herrn Fesel zeichnet sich durch ein solides theoretisches Fundament aus, ohne die explizite, konkrete Anwendbarkeit ihrer Ergebnisse zu verlieren. Denn ein wirklich wesentliches Qualitätsmerkmal der Arbeit ist, dass die Forschungsergebnisse unmittelbar umsetzbar geliefert wurden“, lobt sein Betreuer Tobias Höllwarth, Vorstandssprecher EuroCloud Austria. Häufig kommt es vor, dass Forschungsfragen von Unternehmen direkt an Studierende herangetragen werden.

Absolvent Norbert Fesel mit Auftraggeber und Studiengangsleiter

Norberts Arbeit beschäftigte sich mit der Begründung der Bedeutung von Cloud Service Zertifizierungen (für Cloud Auditoren und Cloud Broker) und überprüfte die Cloud Service Zertifizierung „EuroCloud StarAudit“ auf ihre inhaltliche Vollständigkeit und Zukunftsfähigkeit, indem sie aktuelle und zukünftige Anforderungskategorien (aus Literatur und einer Trendanalyse abgeleitet) mit den Anforderungen einer Fünf-Sterne-Bewertung des EuroCloud Star-Audits verglich. Basierend auf den Ergebnissen dieser Überprüfungen konnten Empfehlungen formuliert werden.

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