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29. Mai 2018 Christiane Staab

Mein Abenteuer Auslandssemester

„Also ich wollte eigentlich schon immer ein Auslandssemester machen“, erzählt unsere Studentin Doris Matschegg. Warum Studierende sich unbedingt ins Abenteuer Auslandssemester stürzen sollten und was sie so erlebt haben, haben wir Studierende gefragt, die die letzten Monate in Finnland, Tschechien und Neukaledonien verbracht haben.

Doris Matschegg studiert im Masterstudiengang Energie- und Umweltmanagement und verbrachte ein Semester in Finnland

Also ich wollte eigentlich schon immer ein Auslandssemester machen.

Ich reise generell sehr gerne und so waren die einzigen Fragen wann und wohin. Ich wollte ganz viele interessante Leute aus den unterschiedlichsten Ländern kennen lernen und mich mit ihnen austauschen und ich wollte auch ganz viel reisen. Mir war es auch wichtig, die Kultur und die Sprache des Landes kennen zu lernen. Zudem war es mir wichtig mein Englisch zu verbessern, da ich das beruflich und natürlich auch privat sehr gut brauchen kann.

Und all das konnte ich dann tatsächlich während meines Auslandssemesters erleben.

Sorgen bereitet hat mir eigentlich nur das Wetter. Alle haben mich für verrückt gehalten, wenn ich ihnen erzählt habe, ich gehe nach Finnland, und das im Jänner.


Aber man gewöhnt sich dann schon sehr schnell an die Kälte und man beginnt auch im Winter Städtetrips zu machen – auf die Idee wäre ich davor eigentlich nicht gekommen.

Highlights gab es sehr viele, eines davon war zum ersten Mal nach der Sauna in einen gefrorenen See zu springen oder das erste Mal nach Monaten endlich ohne Jacke und Haube durch die wunderschöne Natur zu spazieren um am Ufer einer der zahlreichen Seen zu grillen. Die Uni war auch super. Die Vorlesungen, die ich gewählt habe, waren durchwegs interessant und die Lektoren top. Es gab viele Gruppenarbeiten.

Also für mich war das Auslandssemester wirklich grossartig und ich kann es nur jedem weiterempfehlen.

Ich war schwer begeistert und würde am liebsten gleich noch einmal los. Die vier Monate sind geradezu verflogen. Finnland ist ein wirklich großartiges Land und wird meiner Meinung nach völlig unterschätzt. Ich habe mich total in die Natur und die Einsamkeit verliebt. Es war sicher nicht meine letzte Reise nach Finnland.

Alexandra Baldwin studiert im Masterstudiengang Angewandtes Wissensmanagement und verbrachte ein Semester in Neukaledonien

Das Thema meiner Masterarbeit handelt von der Einführung von e-Learning an französischen Unis. Als Freemover habe ich daher mein Auslandssemester auf Neukaledonien, einem französischen Überseegebiet im Südpazifik, verbracht. Die Université de la Nouvelle Calédonie ist von der Struktur her wie alle anderen französischen Unis, nur dass sie in einem Gebiet angesiedelt ist, dessen Inseln sich rühmen ‘dem Paradies am nächsten’ zu sein. Ich habe dem nichts entgegenzusetzen.

Weisse Sandstrände, traumhafte Riffe, Palmen. Mit einem Taxiboot ist man schnell raus aus dem Unitrott.

Was mir an der Uni und an Neukaledonien wahnsinnig gut gefällt, ist der bunte Mix der Ethnien. Neben den hier einheimischen Kanaken, gibt es Leute aus Melanesien, Polynesien und einige kommen aus Frankreich, bzw. sind frz. Abstammung. Ich hatte das große Glück, dass mich eine Studienkollegin, die dem Stamm der Kurine auf der Insel Maré angehört, in ihren Stamm eingeführt hat. Das ist etwas sehr Außergewöhnliches, um das mich eine italienische Kollegin, die hier Anthropologie studiert, sehr beneidet.

Das Studium ist sehr verschult und für unsere Begriffe altmodisch. Meine Professoren sitzen vorn, lesen aus einem Skriptum und man schreibt mit. Interaktion gibt es wenig. In den ‘moderneren’ Kursen gab es PowerPoint Präsentationen und ein Professor hat diese dann sogar auf Moodle hochgeladen. Das e-Learning steckt hier in den Kinderschuhen, wird aber sehr professionell aufgezogen.

Das Leben auf dem Campus ist laut, bunt, wundervoll. Es wird viel Wert gelegt auf Tanz, Sport, Musik und lebensbejahende extracurriculäre Aktivitäten. Die offene Kultur hat dazu geführt, dass ich rasch Leute und Bräuche aus verschiedenen Inseln des Südpazifiks kennengelernt habe. Wenn jemand gut Französisch kann und eine lebensverändernde Erfahrung sucht, dann kann ich ein Semester an der Université de la Nouvelle Calédonie wärmstens empfehlen.

Marina Lugauer studiert im Masterstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen und studierte ein Semester lang in Prag

Da ich mich mittlerweile im Masterstudiengang befinde, neigt sich meine Studienzeit langsam dem Ende zu. Daher wollte ich noch einmal die Chance nutzen, ein fremdes Land durch einen längeren Aufenthalt kennenzulernen. Dafür ist ein Auslandsemester die ideale Gelegenheit.


Warum Prag? Unser nördliches Nachbarland Tschechien hat mich schon immer interessiert, nicht zuletzt, weil ich selbst in der Grenzregion zu Tschechien aufgewachsen bin und während meiner Schulzeit auch schon die Tschechische Sprache ein wenig kennenlernen konnte. Außerdem ist die Karlsuniversität in Prag die älteste Universität in Mitteleuropa und bietet eine große Auswahl an Kursen in Englisch.

Obwohl ich zuerst Sorgen hatte, ob die Organisation der Kurse in Prag problemlos funktioniert und ob ich mit den inhaltlichen Anforderungen mithalten kann, muss ich sagen, dass es dabei überhaupt keine Probleme gab. Organisatorische Fragen wurden einerseits in einer „Introduction Week“ für Austauschstudenten vor Semesterbeginn geklärt, andererseits waren auch die Mitarbeiter des International Office in Prag sehr hilfsbereit und stets erreichbar. Obwohl die Lehrveranstaltungen inhaltlich doch sehr anspruchsvoll waren, meisterte ich auch diese Herausforderung, da sich die Vortragenden stets große Mühe gaben den Inhalt interessant und verständlich zu vermitteln.

Am meisten gefreut habe ich mich vorab darauf, die Stadt und die Menschen kennenzulernen und an der bekannten Karlsuniversität zu studieren.

Da die Stadtorte der Universität über die ganze Altstadt verteilt sind und ich Kurse an unterschiedlichen Fakultäten besuchte, konnte man die Stadt „nebenbei“ erkunden

Für mich waren auf jeden Fall die kleinen Gruppen und die aktive Mitarbeit am Unterricht ein Highlight, weil ich davon positiv überrascht war. Ich hätte mir unter den Lehrveranstaltungen auf einer so großen Universität eigentlich mehr klassische Vorlesungen und viel Theorie vorgestellt. Mein Unialltag in Prag war also sehr abwechslungsreich, es gab auch Präsentationen, Fallstudien, Online- Einheiten, Gruppenarbeiten und Diskussionsrunden.

Ein absolutes Highlight war für mich auch, Prag zur Weihnachtszeit zu erleben. Die Stadt ist wunderschön dekoriert, es gab viele Weihnachtsmärkte, sodass die Stimmung wirklich sehr weihnachtlich war. Während tausende Touristen Prag als Ziel für eine Städtereise auswählen, hatte ich die Gelegenheit ein Semester lang dort zu studieren und die Stadt wirklich zu erleben.

Meine Tipps: Es ist wichtig, früh genug mit den Vorbereitungen für das Auslandssemester zu beginnen. Man muss sich über Partnerhochschulen und Förderungen informieren sowie die Anrechnung der Kurse im Vorhinein abklären. Schließlich kann ich allen, die darüber nachdenken, ein Auslandsemester zu absolvieren, nur raten, es zu tun. Für mich war es eine großartige Bereicherung, sowohl in akademischer als auch persönlicher Hinsicht. Durch das Studieren in einem anderen Land kann man dieses auf einzigartige Weise erleben.

Unser Tipp: Bewerbt euch bis 30.06. für euer Abenteuer Auslandssemester. Infos hier.

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