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21. März 2018 Christiane Staab

Nach der FH Karriere im Ausland

Absolventinnen und Absolventen der FH Burgenland sind nicht nur am nationalen sondern auch am internationalen Arbeitsmarkt gefragte Experten. Einige Alumni haben uns von ihrem Weg zur Karriere im Ausland erzählt.

Ein Hotel zum Kraftwerk machen – San Diego

Wolfgang Lukaschek studierte Gebäudetechnik an der FH Burgenland in Pinkafeld. Sein Blick reichte schon damals weit über den Tellerrand hinaus. „Ich habe mich schon immer für erneuerbare Energien interessiert“, erzählt der dynamische Start-up Gründer. Schon nach der Diplomarbeit, die er an der University of California, Berkeley schrieb, erwachte der Wunsch, sich in den Vereinigten Staaten beruflich zu etablieren. Die Finanzkrise macht es dem jungen Unternehmer nicht einfach, doch seit 2014 bringt er seine Expertise erfolgreich als ein Gründungspartner im Unternehmen Conectric Networks ein.

„Wir haben eine End-to-End Lösung aus Hardware und Software entwickelt, mit der wir Hotelgebäude zu virtuellen Kraftwerken umfunktionieren können. Die Netzwerktechnologie beruht auf dem 6LoWPAN Protokoll, das einen sehr geringen Energieverbrauch hat, wodurch wir batteriebetriebene IoT Devices einsetzen können, die uns praktisch unendlichen Freiraum bieten“, erklärt er. Ein Patent macht es den jungen Entwicklern möglich, die Belegung von Hotelzimmern zu bestimmen. Ist der Gast nicht im Raum, wird automatisch Strom- und Klimatisierung gedrosselt. Diese kommt dem Hotelbetreiber entweder als Energieeinsparung oder über den Handel direkt am Energiemarkt als virtuelles Kraftwerk wirtschaftlich zu Gute. Conectric Networks erhielt gemeinsam mit Tesla und Solar City hierfür eine Förderung der California Energy Commission. „Wir garantieren finanzielle Performance für unsere Hotelkunden und bieten unsere Lösung vollkommen gratis an.“

Motivation schöpft Wolfgang aus der Tatsache, „dass wir hier die Möglichkeit haben, etwas zu entwickeln, das die Etablierung von Erneuerbaren Energien aufgrund ihrer Volatilität weiter vorantreibt.“ Mit seiner Familie pendelt er zwischen Österreich und San Diego. An seine Zeit an der FH Burgenland denkt er gerne zurück und steht nach wie vor in engem Kontakt mit Lehrenden und ehemaligen Studienkollegen.

Das Studium hat mir viele Türen geöffnet – Kanada

Kathrin Eibl absolvierte das Bachelorstudium Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung der FH Burgenland und entschied sich danach für den Masterstudiengang Integriertes Versorgungsmanagement. „Diese Studiengänge sind in Österreich einzigartig und betreffen einen Bereich, der für uns alle sehr elementar und wichtig ist. Durch mein Fachwissen möchte ich nun dazu beitragen, diese Bereiche mitzugestalten, zu verändern und verbessern.“ Als Highlight ihres Studiums empfand sie “neben einer praxisorientierten Ausbildung in Pinkafeld auch die Möglichkeit zu nutzen, Auslandserfahrungen im Rahmen eines Erasmussemesters in Fulda sowie auch eines Berufspraktikums in Neuseeland zu sammeln.“

Durch die praxisnahe Ausbildung und das erlernte Wissen öffneten sich beruflich viele Türen für die engagierte Absolventin. „Aufgrund eines direkten Jobangebotes der Simon Fraser University in Vancouver (Kanada), wo ich als Researcher tätig war, sind mein Partner und ich bereits am Tag nach meiner Sponsion im Flugzeug nach Kanada gesessen“, erzählt sie.
Fast sieben Monate lang arbeitet sie im Gerontology Research Center an der Simon Fraser University, dem STAR Institute (Science and Technology for Aging Research Institute) und dem Digital Health Hub als Research Assistant und beschäftigte sich hier mit hochaktuellen Themen.
Danach suchte sie nach der nächsten Herausforderung. „Ich bin sehr froh, das Erlernte nun auch in meinem derzeitigen Job als Qualitätsmanager bei einer der größten Gesundheitsorganisationen in Kanada, der Fraser Health Authority, nützen zu können. Meine Hauptaufgabe hier ist das Qualitätsmanagement auf allen Palliativstationen zu leiten.“

Während der EU Ratspräsidentschaft in Brüssel

„Brüssel muss man besuchen, um die EU zu verstehen“, ist Christina Kohlmaier überzeugt. Seit Oktober ist sie als stellvertretende Finanzreferentin und als Unterstützung der Head of Unit in der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU für den Sektor Finanzen zuständig. In der diplomatischen Funktion eines Spezialattachées wird sie die österreichische Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 begleiten. An der FH Burgenland absolvierte sie im Sommer 2017 den Masterstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen mit Schwerpunkt Legal Management.
„Ich habe lange nach einem wirtschaftlichen Masterstudium gesucht“, sagt Christina Kohlmaier. Nach einem Erststudium in Politikwissenschaften bewegte sie sich als Kabinettsmitarbeiterin der letzten beiden Finanzminister schon früh auf politischem Parkett und nahm die Herausforderung Brüssel gerne an.

„Jeder Tag ist hier komplett anders und absolut vielfältig. Einen Arbeitsalltag gibt es nicht. Ich habe viele Meetings und treffe Menschen aus unterschiedlichen Mitgliedstaaten. Networking und interkulturelle Kompetenzen sind in Brüssel unverzichtbar.“ An ihre Zeit an der FH Burgenland denkt sie gerne zurück. „Von den Experten aus unterschiedlichen Bereichen zu lernen, war wirklich eine einmalige Erfahrung. Auch die persönliche Atmosphäre am Campus habe ich sehr geschätzt. Hier sind Freundschaften fürs Leben entstanden.“

Life begins at the end of your comfort Zone – Dublin

Nach einem Studium in Bioengineering an der FH Campus Wien inskribierte Silvia Bozic im Bachelorstudiengang IT-Infrastrukturmanagement an der FH Burgenland. Ausschlaggebend dafür war das „interessante Studienangebot und die kompakten Präsenzzeiten“, die sich als sehr „vorteilhaft“ für das Vereinen von Familie, Beruf und Studium erwiesen.

Bereits während des Studiums zog sie mit ihrer Familie – ihr Mann erhielt eine Post-Doc-Stelle am Trinity College – nach Dublin und absolvierte die letzten beiden Semester ihres Studiums mit starkem Fernlehreanteil bzw. flog sie für die Präsenztermine nach Österreich.

In Dublin eröffneten sich auch für Silvia Bozic neue Karrieremöglichkeiten. Sie arbeitete als Digital Marketing Account Optimizer für Google@Accenture. Seit Kurzem ist sie als SMB Ops Sales Specialist für Deutschland bei Cisco tätig. „Cisco positioniert sich gerade verstärkt im SMB-Bereich (KMU-Bereich) und hat hierfür sein Team für den EMEAR-Bereich neu aufgestellt.“

„In meinem neuen Betätigungsfeld profitiere ich massiv vom erworbenen Wissen aus dem IT-Infrastrukturmanagement Studium und zwar quer durch alle Vorlesungen. Es ist eine spannende Zeit, unser Team ist gerade im Aufbau, aber deshalb gibt es auch viel Platz für Wachstum in einem Unternehmen, das zu den globalen Big Playern in den Bereichen Networking, Security, Collaboration Solutions, IoT/IoE etc. zählt. Hinzu kommt der zwischenmenschliche, kommunikative Aspekt, den ich sehr bereichernd finde – sowohl der mit den Kollegen aus den diversen EMEAR-Regionen als auch mit den Geschäftspartnern und Vorgesetzten.“

Beim globalen Marktführer in Großbritannien

Als David Moser 1996 sein FH-Studium Gebäudetechnik und Gebäudemanagement an der FH Burgenland in Pinkafeld begann, war das Konzept „FH“ in den Kinderschuhen. „Allein die Anwesenheitspflicht war etwas Revolutionäres“, erzählt er. „Nach der AHS wollte ich unbedingt etwas Praxisorientiertes studieren und der Bereich Technik interessierte mich sehr.“ Die Entscheidung, seinen Lebensmittelpunkt von Oberösterreich nach Pinkafeld zu verlegen, bereut er keineswegs.

Während seiner Zeit als Technologie- und Innovationsberater am Austrian Research Center Graz studierte er an der FH Campus 02 Informationstechnologie und Marketing. Danach startete er seine Karriere bei Magna Powertrain. Er war verantwortlich für das Marketing für Europa und Asien und leitete das globale Team für strategische Planung und Organisationsentwicklung. Durch diese Tätigkeit verbrachte er einen großen Anteil seiner Arbeitszeit in den USA und Mexiko bevor er 2015 nach England zog, um einen Magna Entwicklungsstandort in Milton Keynes zu übernehmen. „Es ist sehr interessant mit den neuesten Technologien zu arbeiten. Und sie dabei nicht nur zu entwickeln sondern sie auch in hohem Volumen kommerziell erfolgreich am Markt zu etablieren.“

An seiner Zeit an der FH Burgenland schätzt er die solide technische Ausbildung und das „wir-Gefühl“ am Campus. „Außerdem habe ich mich in der Zeit persönlich sehr weiterentwickelt.“ Als Jahrgangssprecher legte er den Grundstein für weitere Führungspositionen. Mit September 2017 wechselte er als Vice President Product Innovation EMEA zum Unternehmen Assa Abloy.
„Assa Abloy ist globaler Markführer für Schliesssysteme in Gebäuden, was auch ein Grund ist, warum ich mich jetzt besonsers wieder über Kontakt zu meinem alten Studiengang freue.“

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