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25. Januar 2018 Christiane Staab

Moskau mit Studentenaugen

Seit 25 Jahren ist das Department Wirtschaft der FH Burgenland nach Zentral- und Osteuropa ausgerichtet. Eine besonders beliebte Destination für unsere Studierenden ist Russland. Grund genug für Studiengangsleiterin Tonka Semmler-Matošić vor Ort in Moskau Netzwerke zu pflegen und neue zu knüpfen.


Im Dezember 2017 machte sich Tonka Semmler-Matošić, Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengangs Internationale Wirtschaftsbeziehungen, gemeinsam mit Ludmila Waschak, Koordinatorin der Sommerkollegs, auf nach Moskau. Wir haben sie zum Interview darüber getroffen:

Was sind die FAQs der Studierenden zum Thema Russland?

Wie finde ich einen geeigneten Berufspraktikumsplatz? Wie lange darf ich mich in Russland aufhalten? Wie finanziere ich mein Berufspraktikum in Russland? Kann ich in einem Studentenheim wohnen? Wo finde ich eine geeignete Firma für mein Berufspraktikum? Wir wollen unsere Studierenden natürlich bestmöglich unterstützen.

Es war uns deshalb besonders wichtig, vor Ort unsere Kontakte zu Hochschulen und Unternehmen zu pflegen.

 

Warum ist das Netzwerk zu Russland für Ihren Studiengang so wichtig?

Russisch ist nach Englisch die beliebteste Sprache unserer Studierenden, unsere Bachelorstudierende eignen sich in 4 Semestern Intensivunterricht fortgeschrittene Sprachkenntnisse an, die sie im Berufspraktikum im CEE Land unter Beweis stellen.

Russland ist aber bekanntlich nicht Teil der EU, daher sind Visum und Arbeitsgenehmigung für Russland eine echte Herausforderung. Herkömmliche Erasmusförderung gibt es bis dato nicht.

Daher gilt es, Kooperationspartner zu identifizieren, die unsere Bachelorstudierenden bestmöglich unterstützen.

Was bringt uns der Kontakt zu Alumni/Unternehmen/Hochschulen vor Ort?

Auch wenn die russische Kultur sehr europäisch wirkt, die wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten unterscheiden sich sehr von jenen in der EU. Daher sind wir auf persönliche Kontakte mit Kooperationspartnern vor Ort angewiesen.

Was raten Sie Studierenden, die ihre berufliche Zukunft in Russland sehen?

Nützen Sie jede Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen und interkulturelle Erfahrungen im (beruflichen) Alltag zu knüpfen.

Wer einmal gelernt hat, über den Tellerrand zu blicken und keine Scheu hat, mit Menschen anderer Kulturen zu kommunizieren, der hat bereits die erste Stufe für eine internationale Karriere erklommen.

Zu Russland: Russland ist ein wichtiger Wirtschaftspartner in Europa, Russisch ist eine Weltsprache, die auch in vielen Ländern der ehemaligen UdSSR gesprochen wird. Es gibt eine Reihe von Alumni unseres Studiengangs mit tollen Karrieren in Russland, wie z.B. Christian Gabriel, Manager bei der M&W High Tech Group in Moskau. Herr Gabriel hilft uns aktuell dabei, unser Firmen-Netzwerk in Moskau für unsere BerufspraktikantInnen auszuweiten und zu pflegen.

Gibt es konkrete Partner, mit denen Zielvereinbarungen abgeschlossen werden konnten?

Unser Ziel war, die aktuellen und potentiellen Partner in Moskau zu besuchen und die Bereitschaft zur intensiveren Zusammenarbeit auszuloten. Im Fokus standen dabei qualitätssichernde Maßnahmen für das Sommerkolleg in Moskau, studentische Visa für den Praktikumsaufenthalt in Moskau und Möglichkeiten zur vertiefenden Kooperation über das Erasmus+ Programm, welches wir mit unseren Partnern für eine Intensivierung unserer Austauschbeziehungen beantragen möchten. Unser Besuch führte uns zu unserem langjährigen Partner, der Städtischen Pädagogischen Universität Moskau, wo unsere Sommerkollegs stattfinden, und zu neuen Partnern, wie z.B. der Moskauer Wirtschaftsuniversität Plechanov und der international besonders vernetzten RUDN Universität.

Jeden Sommer verbringen zahlreiche Studierende drei Wochen im Sommerkolleg in Moskau. Was genau erwartet sie dort?

Für die Evaluierung unserer Russlandaktivitäten war es wichtig, persönliche Eindrücke vor Ort zu gewinnen und im direkten Kontakt mit den Partnern verschiedene Aspekte der Kooperationen zu besprechen. Daher besuchten wir auch jenen Campus, an welchem die Sommerkollegs in Moskau stattfinden.

Wir konnten uns von den verschiedenen Einrichtungen, wie Seminarräume, Hörsäle, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Studentenheim und Mensa überzeugen.

Für berufsbegleitend Studierende gilt es auch, jene Partnerhochschulen zu identifizieren, die für die einwöchigen Sommerintensivkurse geeignet sind.

Beeindruckend sind die Dimensionen in Moskau: die Entfernungen mit öffentlichen Verkehrsmittel sind – trotz hervorragender Metro – gewaltig.

Ludmila Waschak spricht fließend Russisch, wie ging es Ihnen mit der Sprache vor Ort?

Das Lernen der kyrillischen Buchstaben hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich konnte viele Aufschriften lesen. Bei russischen Gesprächen konnte ich oft den Sinn gut erfassen, da es dem „Serbokroatisch“, welches ich als Kind gelernt habe, sehr ähnlich ist.

Was war das Aufregendste an Ihrer Reise?

Das lange Zittern um die Startgenehmigung unseres Flugzeugs in Moskau bei nächtlichem Schnee und Eis.

Vielen Dank.

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