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11. Januar 2018 Christiane Staab

Studium, Praxis inklusive

Ob mehrmals kurz oder einmal lang – in einem Vollzeit-Bachelorstudiengang an der FH Burgenland steckt viel Praxis. Oberstes Ziel dabei ist: Studierende fit machen für die Zeit im Job und Persönlichkeiten mit Weitblick formen.

Funfact: Als Praktikant galt im 16. Jahrhundert ursprünglich eine Person, die unsaubere Praktiken betreibt. Seit dem 17. Jahrhundert hat sich die heute gebräuchliche Bedeutung eingebürgert – dass es sich um jemanden handelt, der ein Praktikum absolviert.

„Wir wissen durch laufende Bedarfs- und Arbeitsmarktanalysen, was am Arbeitsmarkt gefragt ist, und stellen uns in unseren Curricula darauf ein“, betont Gernot Hanreich, Rektor der FH Burgenland. Studierende buchen an den Studienzentren Eisenstadt oder Pinkafeld quasi all inclusive – Studium und Praxis garniert mit Sprachen, Social Skills und einzigartigen Fächerkombinationen.

Praktikum bei Pro7

Ružica Goranović ist Absolventin des Bachelorstudiengangs Information, Medien & Kommunikation: Das Berufspraktikum durfte ich als Praktikantin in der Chefredaktion im Bereich „Factual“ bei ProSiebenSat.1 im bezaubernden München absolvieren.

Das Praktikum hat mir einen Einblick in eine ganz neue Welt beschert. Fernsehen ist nicht mehr nur Fernsehen für mich, sondern eine Gesamtkomposition, die sich aus zahlreichen, aufeinander genau abgestimmten Bestandteilen zusammensetzt.

Ich habe im Rahmen des Praktikums sehr viel für meinen weiteren Lebensweg mitnehmen können. Es wurde mir die Chance gegeben, in einem marktführenden Unternehmen zu arbeiten und hinter die Kulisse zu blicken. Dort konnte ich ein breites Spektrum an Wissen generieren und die unterschiedlichsten Bereiche kennenlernen. Toll war auch die Möglichkeit in andere Abteilungen rotieren zu können. Die habe ich auch gleich genutzt und war in der hausinternen Kreativagentur „Creative Solutions“, in der Redaktion von „taff“ und bei SAT.1 Frühstücksfernsehen in Berlin live mit dabei. Von meiner Abteilung war ich mehr als nur begeistert, die durch viel Leidenschaft, Herz und Wertschätzung gekennzeichnet ist.

Erwachsen werden im Praktikum

Die Möglichkeiten, Berufspraxis zu sammeln, sind gerade für junge Vollzeitstudierende vielfältig. „Das Berufspraktikum hat bei uns einen großen Stellenwert“, erklärt Tonka Semmler-Matošić, Studiengangsleiterin des größten und ältesten Studiengangs Internationale Wirtschaftsbeziehungen. „Unsere Studierenden verbringen im fünften Semester vier Monate im Praktikum, und zwar in dem zentral-osteuropäischen Land, dessen Sprache sie davor schon zwei Jahre intensiv bei uns gelernt haben. So vereinen wir Berufspraxis mit viel internationaler Erfahrung. Die Studierenden kommen gereift zurück und sind nach Studienabschluss absolut fit für den internationalen Arbeitsmarkt.“

Absolviert wird das Praktikum in Form eines Traineeships. Was die Studierenden verdienen ist Verhandlungssache. Dass sie im Praktikum jedoch mehr machen als Kaffee zu kochen und Akten zu kopieren, ist Vorgabe an die Unternehmenspartner. „Die Einsatzbereiche für unsere Studierenden entsprechen in etwa den Vertiefungsmöglichkeiten, die sie bei uns im Studium haben.“ Von Controlling und Rechnungswesen, über Marketing, Außenhandel, Projektmanagement, Logistik bis zu Tourismusmanagement reichen die Aufgaben.

Ähnlich organisiert, wenn auch meist im Inland, ist das Praktikum in den Bachelorstudiengängen IT Infrastruktur-Management, Energie- und Umweltmanagement, Gebäudetechnik und Gebäudetautomation sowie Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung.

Intensive Erfahrungen

Anders läuft es zum Beispiel im Studiengang Soziale Arbeit. Dem langen Berufspraktikum von 14 Wochen gehen mehrere kleine Praktika voraus. Diese werden in Einrichtungen im In- und Ausland absolviert, um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, so viele Handlungsfelder der Sozialen Arbeit wie möglich kennenzulernen.

Besondere Erfahrungen sind also garantiert. Wie die, die die Studierenden Robin Lang und Laura Golubovic im letzten Sommersemester in Indien machten.

„Während unseres Praktikums in Indien arbeiteten wir mit gewaltbetroffenen Kindern, Teenagern und Frauen zusammen und begleiteten sie in ihrem Alltag.“

Ein guter Überblick

„Mehr als die Hälfte unseres Studiums besteht aus Praktika“, berichtet auch Clarissa Glatz. Sie studiert im Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege. Am Ende des Studiums steht der Erwerb eines allgemeinen Diploms. Studierende durchlaufen davor eine generalistische Ausbildung, in der sie verschiedene Fachbereiche der Gesundheits- und Krankenpflege kennenlernen. Welche Fach- und Teilbereiche das sind, ist vorgegeben, genauso wie die Dauer der einzelnen Praktika – mindestens vier Wochen bzw. 160 Stunden. In welche Einrichtung die Studierenden gehen, wählen sie autonom. Durch die vielen Phasen im Beruf wird es für die Studierenden möglich, eine große Bandbreite an Einsatzgebieten kennenzulernen. So arbeitete Clarissa Glatz beispielsweise bereits in der Altenpflege, im Operationssaal, auf einer neurologischen Station sowie in einem Herz-Lungen-Rehabilitationszentrum, der Gynäkologie und HNO-Station mit. Aktuell sammelt sie in der Hauskrankenpflege wieder neue Erfahrungen. „Ich begleite Mitarbeiter der Volkshilfe im Raum Riedlingsdorf. Ich wechsle Verbände, unterstütze bei der Körperpflege und führe zum Beispiel Blutzuckermessungen durch.“

Dank Praktikum zum coolen Job

Lukas Raab interessierte sich schon immer für Technik, vor allem die Regelungstechnik hatte es ihm angetan, denn „Dinge fernsteuern ist einfach cool.“ Am Campus Pinkafeld der FH Burgenland studierte er den Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement und spezialisierte sich im Bereich Gebäudetechnik. Sein Berufspraktikum absolvierte er in der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik-Abteilung der Firma PKE Electronics AG und schrieb dort auch seine Bachelorarbeit. „In meiner Arbeit habe ich Gebäudeautomationskonzepte für Zweckbauten verglichen, also im Grunde erarbeitet, welches Bussystem für den jeweiligen Einsatzzweck am besten geeignet ist.“ An einem von ihm selbst entwickelten Beispielprojekt rechnete er alle verfügbaren Standards durch. „Daraus konnte ich Ergebnisse ableiten.“ Lukas‘ Ergebnisse waren nicht nur für seine Firma interessant. „Wir haben daraus auch ein Nachlesewerk im Umfang von 140 Seiten als spezielles Service für unsere Kunden gestaltet.“


Aktuell beschäftigt ihn unter anderem die Gebäudeleittechnik am Pier West des Flughafens Wien. „Ich bin dort die Schnittstelle zwischen Auftraggeber, Programmierern sowie Technikern und koordiniere alles vor Ort.“ An der FH studiert er im Master Gebäudetechnik und Gebäudemanagement weiter.

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