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3. Februar 2017 Christiane Staab

Wo Forschung wächst

Silvia Ettl-Huber ist Vizerektorin für Forschung und Innovation der FH Burgenland und Geschäftsführerin der Forschung Burgenland. Wir haben sie zum Thema Gartengestaltung – nein Blödsinn – Forschung natürlich, befragt :-).

Wie verbinden wir an der FH Burgenland Forschung und Lehre?

Ettl-Huber: Wir machen das primär auf drei Wegen. Erstens bringen unsere Professorinnen und Professoren das Wissen, das sie aus den Forschungsprojekten ziehen in ihre eigene Lehre ein.

Dann arbeiten Studierende selbst in Forschungsprojekten mit.

Im wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich sind unsere Studierenden nicht selten auch Befragungs- und Experimentzielgruppe. Zum Dritten bleiben uns auch Absolventinnen und Absolventen in der Forschung treu. Hier ist es unserem Forschungscenterleiter Cloud und CPS Security gelungen, ein Forschungsdoktoratsprogramm aufzusetzen, meine Kollegin hat im Bereich European Studies ein ähnliches Programm.

Mancher oder manche bekommt Lust, nach dem Master noch in einem Forschungsprojekt mitzuarbeiten und auf diese Weise auch noch das Doktorat anzuschließen.

Welche Bedeutung hat die Forschung für uns?

Ettl-Huber: Die Forschung hat für uns eine enorme Bedeutung. Sie schafft viele Synergien mit der Lehre, aber auch eine Einzigartigkeit unserer Studieninhalte. Forschungsgebäude wie das Energetikum sind zusätzlich ein Blickfang am Campus, in diesem Fall in Pinkafeld.

Forschungsprojekte sind für uns auch ein Bindeglied in die berufliche Praxis. Wir kooperieren mit 360 Partnern alleine in Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Dazu zählen Unternehmen, andere Hochschulen und Institutionen. Durch diese Verbindungen verlieren wir nie den Kontakt zur Praxis und bleiben am Puls der Zeit.

Welche besonderen Highlights bleiben in Erinnerung?

Ettl-Huber: Das Schönste war, als Ende letzten Jahres die ersten beiden Horizon 2020 (EU-Projekte) ins Haus getrudelt sind. Mittlerweile ist ein drittes dazugekommen. Das hat uns ganz schön ins Schwitzen gebracht. Eine noch recht junge Forschungsorganisation plötzlich konfrontiert mit neuen Forschungsmanagementaufgaben, neuen MitarbeiterInnen und einem neuen Forschungscenter für Cloud und CPS-Security. Damit ist es uns auch in Eisenstadt gelungen, ein Forschungscenter aufzubauen. Gleichzeitig sind wir mit der Gebäudetechnik und der Gesundheitsforschung in Pinkafeld weiterhin stark im Rennen. Auszeichnungen wie der Innovationspreis, den wir mit der Firma Herz gewonnen haben, waren natürlich auch schön.

Wo sind wir besonders am Puls der Zeit?

Ettl-Huber: Unsere Kernthemen in der Forschung sind Energie und Umwelt, Gesundheit und IT. Das ist an den Forschungsumsätzen klar abzulesen. Im Bereich der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind wir ein spannender Partner für Entwicklungsprojekte und Studien: schlank, wendig und effizient.

Was braucht es, damit es mit der Forschung gut weiter geht?

Ettl-Huber: Die Möglichkeit zu wachsen. Ich denke, wir haben es in den letzten drei Jahren geschafft, Schwerpunkte zu setzen, Infrastruktur zu schaffen, gute Leute zu halten und anzuziehen.

Wir sind überdurchschnittlich erfolgreich bei Einreichungen von Projekten.

Manchmal schon so, dass wir Angst vor unserem eigenen Erfolg kriegen. Jedes gewonnene Projekt schafft ja den Bedarf nach zusätzlicher Finanzierung. Es werden nur in den seltensten Fällen alle Projektkosten gefördert. Im Schnitt legen Forschungsorganisationen 2,50 Euro auf den Tisch und bekommen 7,50 Euro gefördert. Wir bräuchten jetzt die 2,50 Euro (lacht).

Zur Person:

Silvia Ettl-Huber studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Spanisch und Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg. Nach Jahren der beruflichen Erfahrung in Werbung, Verlagswesen und an der Universität verfasste sie 1997 ihre Dissertation „Vom Verlags- zum Medienhaus – Verlags- und Zeitungsmarketing österreichischer Tageszeitungen in der Informationsgesellschaft“. Im selben Jahr wechselte sie als Leiterin des Europabüros österreichischer EU-Abgeordneter nach Wien. Im Jahr 2000 folgte sie dem Ruf zurück an die Donau-Universität Krems und leitete zehn Jahre lang das Internationale Journalismus Zentrum (heute: Zentrum für Journalismus und Kommunikationsmanagement). 2010 spezialisierte sie sich auf die wissenschaftliche Leitung des Zentrums.

An der FH Burgenland leitete sie ab 2014 den Masterstudiengang Information Medien Kommunikation. Mittlerweile ist Silvia Ettl-Huber Vizerektorin für Forschung und Innovation der FH Burgenland und Geschäftsführerin der Forschung Burgenland. Selbst beschäftigt sie sich in Lehre und Forschung mit dem Thema Corporate Storytelling.

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