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20. Januar 2017 Christiane Staab

Weitblick, Megatrends und Mut – Rektor im Interview

Was gibt es Neues an der FH Burgenland? Wie geht es den FHs allgemein und wie studieren wir 2040? Wir haben den Rektor der FH Burgenland, Gernot Hanreich, zum Interview gebeten. Er erzählt uns auch, welches Studium er seinen Kindern rät und warum wir gespannt sein können auf das Studieren der Zukunft.

Welche Neuheiten werden im Studienjahr 2017/18 an der FH Burgenland umgesetzt?

Hanreich: Wir haben schon 2016 begonnen, den Bereich der Hochschulorganisation weiter zu stärken. Mit dem Vizerektorat für Internationales sowie für Forschung und Innovation zeigen wir, wo unsere Prioritäten in den nächsten Jahren liegen werden.

Wir möchten uns als Hochschule noch besser national und international vernetzen – so können wir unseren Studierenden auch weiterhin die bestmögliche Ausbildung garantieren.

Was unser Studienprogramm betrifft, sind wir laufend am Optimieren und Ausbauen. 2017/18 schmerzt uns natürlich, dass wir unseren angehenden Absolventen der Sozialen Arbeit keinen weiterführenden Masterstudiengang bei uns im Haus anbieten können. Das Bundesministerium wird die Notwendigkeit hoffentlich bald einsehen und akzeptieren.

Beobachten Sie Trends am Fachhochschulsektor und darüber hinaus?

H: Der Fachhochschulsektor hat sich zu einem anerkannten und wertgeschätzten Ausbildungspartner im Hochschulbereich entwickelt und eines ist klar – er wird weiter wachsen.

In Zukunft werden wir an den FHs Themen anbieten können, die heute noch an anderen Bildungseinrichtungen angesiedelt sind.

Ein vom Ministerium initiierter Abstimmungsprozess dazu ist gerade im Gange.

Was raten Sie Ihren Kindern – was sollen sie später studieren?

H: Neben Gemeinplätzen wie „was sie interessiert“ sind mir drei Dinge wichtig. Erstens:

Man muss junge Menschen auch etwas ausprobieren lassen.

Nach einem Semester oder Studienjahr zur Erkenntnis zu gelangen, etwas anderes studieren zu wollen, ist aus meiner Sicht in Ordnung. Aktuell scheint mir Studienwahl und Studium vielfach sehr effizienzgetrieben zu sein. Zweitens:

Man sollte sich bei der Studienwahl auch etwas zutrauen.

Oftmals wird ein Studium, welches interessiert, nicht gewählt, da die oder der potentiell Studierende es sich nicht zutraut. Hier heißt es „mutig sein“.

Drittens: Bei Bachelorstudiengängen ist aus meiner Sicht eine gewisse inhaltliche Breite nötig. Nicht zuletzt, um in weiterer Folge aus möglichst vielen Masterstudien auswählen zu können. Im Rahmen des akademischen lebenslangen Lernens wird es Gang und Gebe sein, mehrere Masterstudiengänge zu absolvieren – das beobachten wir schon jetzt. Ein inhaltlich zu enger Bachelor schränkt die mögliche Auswahl dann zu stark ein.

Was sind Ihre langfristigen Visionen – was studiert man 2020, 2030, 2040 an der FH Burgenland?

H: Megatrends wie Digitalisierung oder Individualisierung werden sich auch in den Studienprogrammen der FH Burgenland widerspiegeln, und tun dies bereits. Informatik wird zu einer Grundkompetenz, nicht nur in technischen Studienrichtungen. Fächerkombinationen wie zum Beispiel in unserem Fall von Wirtschaft und Recht stellen die Regel dar. Studieren wird, ermöglicht durch die Nutzung verschiedener Lehrmethoden und Technologien, noch individueller. Wir haben vieles davon schon in unserer Strategie sowie Lehr- und Lernstrategie verankert und arbeiten konsequent an der Umsetzung.

Zur Person:
Prof (FH) DI Dr. Gernot Hanreich wurde 1969 in Klagenfurt geboren, hat zwei Kinder und lebt in Wien. Er studierte Elektrotechnik mit anschließendem Doktoratsstudium an der TU Wien und war dort danach auch Universitätsassistent am Institut für Industrielle Elektronik und Materialwissenschaften. Seit 2002 ist er zunächst als Stammhochschullehrer, danach als Leiter einiger Studiengänge und seit Juni 2013 als Departmentleiter und Studiengangsleiter für „Energie- und Umweltmanagement“ an der FH Burgenland tätig. Er war Entwicklungsteamleiter mehrerer Studiengänge. Als Rektor steht er dem Kollegium als höchstem akademischem Gremium der Hochschule vor. Das Kollegium stellt die Autonomie der Hochschule sicher. Es besteht aus insgesamt 18 Personen und nimmt sämtliche Aufgaben wahr, die sich auf den Lehr- und Prüfungsbetrieb beziehen.

Nebenbei vertritt Hanreich die Hochschule im Vorstand des Burgenländischen Ökoenergiefonds und ist Mitglied der Josef Ressel-Kurie im Senat der Christian Doppler Forschungsgesellschaft. Neben der Hochschule gehört seine Leidenschaft dem Eishockey-Club KAC.

 

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