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30. Dezember 2016 Christiane Staab

Überwiegend sonnig bei starkem Wind

Im Department Wirtschaft werden zukünftige Führungskräfte ausgebildet. Das sind Menschen, die in Unternehmen etwas weiter bringen. Zum Jahreswechsel haben wir Sebastian Eschenbach, den Leiter unseres Departments Wirtschaft,  gefragt, wie er die wirtschaftliche Lage in Österreich und besonders im Burgenland sieht und wie sich unsere Studierenden auf die Herausforderungen vorbereiten.

Um was geht es zum Jahreswechsel 2016/17 in der Wirtschaft in Österreich und besonders im Burgenland?

Eschenbach: Zunächst sieht man, die Wirtschaft wächst. Im Burgenland 2015 um 2,2%, 2016 sogar um 2,4% und die Prognosen für 2017 und 2018 sehen auch gut aus.

Zur wirtschaftlichen Großwetterlage könnte man also sagen: Überwiegend sonnig bei starkem Wind.

Woher kommt der starke Wind? Ist es Rücken- oder Gegenwind?

E: Beides gleichzeitig. Unternehmen, Wirtschaftspolitik und wirtschaftliche Ausbildung stehen vor großen Herausforderungen. Zwei sind besonders wichtige: Innovation und Internationale Wirtschaftsbeziehungen.

Prof. Julian Fink von der Frankfurt School of Finance & Management als Gastvortragender.

Prof. Julian Fink von der Frankfurt School of Finance & Management als Gastvortragender.

Worum geht es bei Innovation?

E: Der berühmte österreichische Wirtschaftswissenschaftler Joseph Schumpeter sprach von „kreativer Zerstörung“. Produkte, Dienstleistungen, Produktionsprozesse, ganze Branchen müssen ständig, unter großem Zeitdruck neu erfunden werden.

Alte Ansätze verschwinden. Erst dadurch entsteht Raum für Neues.

Den Anstoß gibt neue Technologie: Computertechnologien, Biotechnologien, neue Formen der Energiegewinnung, … Damit sich Neues durchsetzt, braucht es drei Kompetenzen: kreative Erfinder, fähige Ingenieure und genauso wichtig, Kaufleute mit Blick für neue Chancen.

Hier kommen wir als Hochschule ins Spiel: Wir befähigen unsere Studierenden Neues zu gestalten.

Dieses Thema ist in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt geworden.

Wo liegen die Herausforderungen bei der Internationalisierung?

E: International hat man das Gefühl, wir rutschen von einer ernsten Krise in die nächste: Klimawandel, griechische Staatsschuldenkrise, Krim-Krise, politische Verschiebungen in Teilen Osteuropas, Flüchtlingskrise, Austritt Großbritanniens aus der EU, …. Auch hier sehen wir gewaltige Veränderungen und fragen: Wie handlungsfähig sind internationale Institutionen wie UNO, NATO, Weltbank, EU, …. Die Rahmenbedingungen sind also alles andere als einfach.

Gleichzeitig gibt es aber kaum noch ein Unternehmen, für das die Welt an den Staatsgrenzen endet.

Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter — fast immer wird grenzüberschreitend gearbeitet. Dazu braucht es spezielle Fähigkeiten: Sprachkompetenzen, persönliche Erfahrungen und Netzwerke im Ausland, Wissen über andere Wirtschaftssysteme und Kulturen.

In diesem Punkt spielt das Wirtschaftsdepartment der FH Burgenland seinen besonderen Trumpf aus. Denn wir legen auf diese Fähigkeiten seit dem Beginn 1993 größten Wert, vor allem in Zusammenhang mit Zentral- und Osteuropa.

Wie schaut es mit Jobchancen aus?

E: Wir bilden international orientierten Führungsnachwuchs aus, der sich in unserem Bachelorstudium Internationale Wirtschaftsbeziehungen auf einen von fünf Bereichen spezialisiert: Rechnungswesen, Verkauf, Tourismus und neu ab Herbst 2017 Einkauf und internationale Sozialorganisationen.

In vier Masterstudiengängen bieten wir Spezialisierungen für Rechnungswesen, Marketing, Weinmarketing, EU-Projektmanagement, Personalwesen und neu Wirtschaftsrecht.

Zusätzlich können Studierende an einer Reihe von Weiterbildungslehrgängen und an einem internationalen Doktoratsprogramm teilnehmen.

Unsere Spezialisierungsthemen sind auf den aktuellen Bedarf der Wirtschaft abgestimmt.

Unsere ganz besondere Stärke — und in diesem Bereich stehen wir in Ostösterreich mit Sicherheit an der Spitze — ist das Angebot an berufstätige Studierende, Job und Hochschulausbildung zu verbinden. Unsere allermeisten Studierenden müssen nach ihrem Studienabschluss also gar keinen Job finden, sondern haben schon einige Stufen der Karriereleiter gemeistert. Gar nicht so wenige verfügen sogar schon über echte Führungserfahrung.

 

eschenbachProf.(FH) Dr. Dr. Sebastian Eschenbach studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, Universität Harvard und Universität Klagenfurt mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik, Rechnungswesen, Wirtschaftspsychologie.

Seine Aufgabenschwerpunkte liegen in den Bereichen Management, Strategisches Management, Wissensmanagement und Produktivität, eLearning.

Seit 2000 ist er an der FH Burgenland tätig, aktuell als Leiter des Departments Wirtschaft und des Masterstudiengangs Internationale Wirtschaftsbeziehungen.

Kontakt: sebastian.eschenbach@fh-burgenland.at

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