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7. Oktober 2016 Christiane Staab

Momente des Glücks

„Collect moments, not things“ – besondere Erlebnisse machen laut Studien glücklicher als materieller Besitz. Was sagen Mitarbeiterinnen der FH Burgenland dazu? Welche Erlebnisse zählen zu ihrem persönlichen „inneren Reichtum“?

Hand auf´s Herz: Wenn ihr die Wahl habt – entscheidet ihr euch für einen Kurzurlaub oder das neueste Smartphone? Kino oder Bergtour? So schwer uns die Entscheidung privat fallen mag, wissenschaftlich gesehen ist die Lage klar.

Denn Studien belegen: Erlebnisse machen glücklicher als Dinge!

Der Wandel zur „Erlebnisgesellschaft“ ist in vollem Gang.

Internet-Plattformen wie Jollydays oder meventi, die Erlebnisgeschenke anbieten, sind voll im Trend. Materialistisch orientierte Menschen gelten zunehmend als eigennützig und unreif, persönliches Wachstum wiederum ist das erklärte Ziel. Mitunter führt das zu erstaunlichen Entwicklungen: Manche Menschen schätzen Erlebnisse nicht nur, sondern sammeln sie regelrecht oder kreieren sie sogar extra, um sie anschließend mit anderen zu teilen – sei es bei einem Diavortrag oder auf Facebook – die Bergbesteigung also als reines Statussymbol?

Nur bedingt, so jedenfalls die US-Psychologin Emily Rosenzweig. Die Vorliebe für Unternehmungen hat nämlich meist tiefer gehende Gründe: Sie werden als wichtiger Aspekt für die eigene Identität empfunden.

Wir sind die Summe dessen, was wir erleben.

Und dabei zählen nicht nur die großen Grenzerfahrungen und Abenteuer im Leben, sondern auch die verhältnismäßig kleinen Freuden des Alltags: Grillen mit Freunden, Sport am Sonntagnachmittag, ein mitreißendes Konzert – das alles gibt dem Leben Bedeutung.

Darüber hinaus betont Rosenzweig eine weitere Erkenntnis ihrer Forschung: „Besondere Erlebnisse sind nicht so austauschbar wie Produkte und Gegenstände. Erfahrungen sind einzigartiger als materielle Besitztümer, weil es für sie kaum gleichwertigen Ersatz gibt.”

Drei Voraussetzungen für Glück

Natürlich, Grundbedürfnisse wie Essen, ein Dach über dem Kopf und das Gefühl von Sicherheit müssen erfüllt sein. Darüber hinaus aber scheint es jedoch keine Lebensumstände zu geben, an Hand derer sich das Glück eines Menschen klar vorhersagen ließe. Glaubt man den Erkenntnissen der Forscher, so gibt es aber drei wesentliche Voraussetzungen für dauerhaftes Glück:

1. Das persönliche Glück hängt stark von den Genen und dem eigenen Verhalten ab und nur zum kleineren Teil von äußeren Lebensumständen.

2. Es gibt viele Möglichkeiten das seelische Wohlbefinden zu verbessern. Doch lässt die Euphorie über positive Veränderungen oft schnell nach, und die Ansprüche steigen.

3. Um dem entgegenzuwirken, haben sich verschiedene Strategien bewährt – darunter: für Abwechslung sorgen und dankbar sein!

Was heißt Glück für euch? Wir haben nachgefragt.

SANDRA ALONSO

Mitarbeiterin Qualitätsmanagement und Internationales, Absolventin des Masterstudiengangs Human Resource Management und Arbeitsrecht MOEL, Reisende und Fotografin

Glück ist für mich jenes Gefühl, das ich empfinde, wenn ich meine persönliche Komfortzone verlasse und etwas Besonderes tue, das ich noch nie zuvor getan habe; ein fernes Land bereise, das ich noch nie zuvor bereist habe.

Sandra Mayer_Kamel

Wenn ich an Glück denke,

…denke ich an die Freiheit, die ich in der Tiefe des Ozeans erlebe, während ich bunte Korallengärten betrachte und mit Babyhaien um die Wette schwimme.

…erinnere ich mich an lachende Kinderaugen in den Bergdörfern nahe Mae Hong Son oder den Straßen von Mumbai und daran, dass es nicht viel braucht, um zufrieden zu sein.

…kommen mir magisch tanzende Nordlichter in den Sinn und der Gedanke, dass es das Teilen von schönen Momenten möglich macht, auch nördlich des Polarkreises Wärme zu verspüren.

…fällt mir der Sprung aus einem Flugzeug aus über 5000 Metern Höhe ein und der Moment, auf dem Rücken eines Dromedars durch heißen Wüstensand zu marschieren.

…erinnere ich mich an die engen Gassen der Medina von Marrakech, in denen man sich sehr schnell verlieren kann und daran, dass es vielleicht keinen besseren Ort auf der Welt gibt, um sich selbst zu finden.

…kommt mir die Zeit in den Sinn, die ich mir für die kleinen Dinge des Lebens nehme und die ich mit Menschen verbringe, die mir wichtig sind.

…bin ich dankbar, für das Glücksgefühl, das ich bisher erfahren durfte und neugierig, auf das, was noch kommen wird.


ANCHES HOLZWEBER

Hochschullehrerin für Englisch im Department Wirtschaft und leidenschaftliche Sängerin.

Was mich glücklich macht?

Musik! Früher habe ich viel auf Hochzeiten gesungen, da schwappt das Glück auch immer ein bisschen über. Es gab Momente, da war ich selber den Tränen nah. Wenn einen das Brautpaar anschaut und beide vor Rührung weinen – sowas ist schon sehr emotional, das macht mich glücklich.

Anches_Glücksmoment Musik

Ein weiterer Glücksmoment war, als mein erstes Musikvideo erschienen ist.

Ich habe sehr lange daran gearbeitet, das war wirklich eine harte Zeit. Fast ein bisschen vergleichbar mit einer Geburt – erst diese Strapazen, und dann hältst du dein Werk in Händen. Ich hätte Bäume ausreißen können vor Glück! Auch als meine erste Single erschienen ist und ich auf Facebook die ersten Likes und Kommentare bekommen habe, hat mich das extrem mit Glück erfüllt.

Wenn ich Musik mache, machen mich die Resultate glücklich – aber auch der Prozess selbst.

Man gibt ja sehr viel von sich preis, wenn man Musik macht, vor allem, wenn man selbst komponiert. Es schwingen immer auch Zweifel mit und Hoffnung auf Anerkennung. Musik kreiert nicht immer Glück, aber sie lässt einen Unglück vergessen. Musik öffnet die Seele, wie eine Therapie.

Ich bin generell kein materialistischer Mensch und kann auch gut auf Dinge verzichten. Natürlich kann ich zum Beispiel bei einem schönen Paar Schuhen schon schwach werden 😉 – aber das Glücksgefühl bei einem neu komponierten Lied ist viel größer. Es ist ein Vermächtnis, das hat Power. Neue Schuhe schmeiß ich irgendwann weg, die Musik bleibt.

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