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24. Juni 2016 Christiane Staab

Gesundheitsforschung made at FHBurgenland

Studentische Arbeiten, die mit dem Health Research Award prämiert werden, setzen sich gegen große Konkurrenz durch. Einreichen können Studierende der 15 österreichischen FH-Gesundheitsstudiengänge. Jedes Jahr sind Absolventinnen der FH Burgenland ganz vorne dabei. Wir haben zwei der diesjährigen Preisträgerinnen – unsere Absolventinnen Anna Jerusalem und Marilies Bauer – zu ihren Arbeiten befragt.

Der Health Research Award wird für herausragende Abschlussarbeiten junger Diplomandinnen und Diplomanden der österreichischen FH-Studiengänge des Fachbereichs Gesundheit in den vier Kategorien „Management im Gesundheitswesen“, „Gesundheitsversorgung“, „Gesundheitsförderung“ und „e-Health“ verliehen. Unterstützt wurde der Health Research Award auch in diesem Jahr wieder durch das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI), die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA), die Vinzenz Gruppe sowie die Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Anna Jerusalem: Gesundheitskompetenz in Schulen

Seit sie denken kann, spielten sich die beruflichen Zukunftsszenarien von Anna Jerusalem in zwei Sphären ab: Gesundheit und Bildung. Es mag daran liegen, dass die Mutter Lehrerin ist, der Vater Mediziner. Nach einem Bachelorstudium an der FH Kärnten entschied sie sich für ein Lehramtsstudium in den Fächern Englisch und Psychologie an der KF Uni Graz.

„Ich habe dann den berufsbegleitenden Masterstudiengang Management im Gesundheitswesen der FH Burgenland inskribiert. Während meine StudienkollegInnen unter der Woche gearbeitet haben, habe ich in Graz studiert“, schmunzelt sie.

Ihre Masterarbeit widmete sie der Gesundheitskompetenz im österreichischen Schulwesen und belegte damit den zweiten Platz in der Kategorie Gesundheitsförderung.

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„Dabei ging es mir nicht vornehmlich um die gesunde Jause oder die extra Turnstunde. Gesundheit kann man in jedes Unterrichtsfach einbeziehen – und es ist im Lehrplan auch so vorgesehen“, erklärt sie. „Nur setzt es kaum jemand um.“

Gesundheit kann auch Thema der politischen Bildung sein oder Geografie und Wirtschaftskunde

Wichtig sei vor allem Gesundheitskompetenz zu vermitteln. „Das ist die Fähigkeit, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Apfelsaft oder Cola? Oder auch in gesundheitspolitischen Fragen richtige Entscheidungen zu treffen  – wem/welcher Partei gebe ich meine Stimme?

„Gesundheitskompetenz sollte in allen Fächern Thema sein“, so das Credo.

Dass das Interesse am Thema groß ist, merkte Anna Jerusalem insbesondere nach der Preisverleihung. „Sehr viele Menschen sind auf mich zugekommen, haben mich auf mein Thema angesprochen und sehen Potenzial darin.“

Von der Umgestaltung der Lehrerausbildung bis zum Entwickeln neuer Unterrichtsmaterialien könnten Maßnahmen gezogen werden.

Handlungsempfehlungen

Wertschätzung und Netzwerke

„Toll am Studium an der FH Burgenland war das Netzwerk, das man sich aufbauen kann.“ Und auch, dass die Hochschule vermittelt:

„Das, woran ihr Studierende forscht und arbeitet, hat Bedeutung – das ist wichtig!“

Anna geht jetzt erst mal ein Jahr nach Amerika und wird dort an einer Universität Deutschstudierende unterrichten. Danach möchte sie in Österreich unterrichten. Ihr Thema wird sie jedenfalls weiter begleiten.



Marilies Bauer: Analyse der Krankeitslast bei Diabetes Mellitus Typ 2

Berechnungen zum Zuckerpreis stellte FH Burgenland Absolventin Marilies Bauer an. Der Standard ernannte sie dafür zum Geistesblitz der Woche. Tatsächlich ist die Forschungsarbeit der jungen Forscherin bahnbrechend und ihre Berechnungen exater als bisherige Zahlen und Daten der Sozialversicherungen.

Marilies absolvierte bereits das Bachelorstudium Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung an der FH Burgenland in Pinkafeld. „Mir war bald klar, dass ich auch den Master zur Vertiefung meiner Kenntnisse an der FH Burgenland belegen wollte.“

Wieso Diabetes mellitus Typ-2?

„Während meines Bachelorstudiums durfte ich mein Berufspraktikum bei Frau Dr. Walter am Institut für Pharmaökonomische Forschung absolvieren, wodurch mein Interesse an pharmaökonomischen Studien geweckt wurde.“

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Nach dem Berufspraktikum blieb sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IPF. „Meine Aufgaben umfassten dabei unter anderem pharmaökonomische Analysen, Outcomes Research, Krankheitskostenstudien, Preisvergleiche von Arzneimittel, Preisbildung und Preisregulierung sowie Analysen von Pharmamärkten.“ Seit Mai 2016 ist sie im Kaiser Franz Josef Spital in der Stabstelle Besondere Administrative Angelegenheiten und Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Erster Platz in der Kategorie Gesundheitsversorgung

Nach Studienabschluss wurde sie für den Health Research Award nominiert. Bei einem Hearing durfte sie ihre Arbeit präsentieren.

Im Rahmen des 8. Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongresses wurde mir schließlich der Health Research Award verliehen.

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In ihrer Arbeit legte die Forscherin ein Modell vor, das es möglich macht, die Anzahl der österreihischen Diabetes mellitus Typ-2 Patienten in jedem Krankheitsstadium zu erfassen und damit eine genauere Übersicht über die Kostenentwicklung zu gewinnen.

Die Belegung des ersten Platzes beim Health Research Award war für mich eine große Ehre und Freude. Die Auszeichnung sehe ich als Anerkennung für die investierte Zeit und Mühen, die für die Erstellung der Masterarbeit notwendig waren.

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