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17. Juni 2016 Christiane Staab

Studieren im Zentrum des EM Fiebers

Seit ersten Februar studiert Joanna Rakowska an der ESCE in Paris. Nachdem die letzten Prüfungen abgeschlossen sind, bleibt sie noch ein wenig – um herumzureisen und sich ein EM Spiel anzusehen. Wir haben sie gefragt, wie es nach den Anschlägen vom November war, in Paris zu leben und was sie uns über Land und Leute und das Studieren im Ausland erzählen kann.

Joanna Rakowska studiert im Masterstudiengang European Studies – Management of EU Projects an der FH Burgenland.

Die Idee ins Ausland zu gehen war schon immer in meinem Hinterkopf. Ich habe mich im Bachelorstudium gegen ein Auslandssemester entschieden um schneller fertig zu werden. Als Kompensation war ich dann in Lissabon auf einem Praktikum für zwei Monate. Im Masterstudium habe ich die letzte Chance „jetzt oder nie“ gesehen um ein Erasmussemester zu erleben.

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Warum Paris?

Für Paris habe ich mich einerseits entschlossen weil die Stadt kulturell, kulinarisch und international aufregend ist, aber auch um mein Französisch zu perfektionieren – ich hatte in der AHS fünf Jahre Französisch sowie später an der WU Wien. Außerdem ist die Partneruni der FH Burgenland eine international anerkannte Business School und Grande Ecole.

Das Auslandssemester war durch das International Office der FH Burgenland sehr gut organisiert, wohingegen die Administration in Frankreich nicht besonders schnell ist.

Was waren die Herausforderungen für dich?

Das fachliche Niveau der Lehrveranstaltungen war qualitativ hoch und herausfordernd. Die Lehrveranstaltungsleiter waren sehr interessante Persönlichkeiten aus der Praxis.

Vor allem die Finance-LVs waren sehr gut!

Was war zum Beispiel ein Unterschied zum Studieren an der FH Burgenland?

Die Lehrveranstaltungsleiter in Paris waren fordernder, sie steigen weniger auf Kompromisse ein.

An der FH wird auf vieles und viele Rücksicht genommen – hier ist das nicht so.

Wie lief es mit den Studienkollegen?

Die französischen Studenten sind überraschenderweise viel zugänglicher als gedacht.

Sie interessieren sich für Austauschstudenten, sind neugierig und kommunikativ. Ich wurde gleich zu einem Abendessen eingeladen und habe nette Kontakte geknüpft. Ich wurde in Gruppenarbeiten und Präsentationen miteinbezogen. Außerdem gab es von der Höchschülerschaft ausgehend einige Veranstaltungen.

Was kannst du uns über deinen Studienort erzählen?

Der Studienort Paris ist ein Paradies für jeden, der  Kultur, Kunst,  gutes Essen, Großstadtflair, Internationalität und Aktualität schätzt.

Paris ist sehr schnelllebig, authentisch und immer am Puls der Zeit.

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Man lebt sehr intensiv, lernt aber auch Kleinigkeiten im Leben zu schätzen. Die ESCE Business School liegt im 15. Arrondissement, in der Nähe des Eiffeltowers, man kann also zusätzlich ein richtig klischeehaftes Pariser Semester erleben, mit einer Uni neben dem Eiffelturm und einem Afterstudy Wein im Cafe Eiffel, gleich nebenan.

Natürlich ist Paris kein günstiger Fleck zum Leben, insbesondere als Student. Es ist gut sich gleich anfangs bei Kollegen auf der Uni über Preise hinsichtlich Telefon, Essen gehen und Ausgehen schlau zu machen.

Es gibt natürlich auch gute Geheimtipps die einem das Leben erleichtern.

Und die wären?

Gleich anfangs sich ein e französische Simkarte zulegen, da spart man sich sehr viele Kosten. Free Mobil bietet für 20 EUR ohne Vertrag grenzenloses Telefonieren und SMS international sowieInternet.

Auf jeden Fall die französische Küche, Museen und Kino ausprobieren. Beim Essen gehen kann man sich Geld durch Insidertipps sparen. Außerdem reicht es zum Essen eine Karaffe Wasser zu bestellen, das ist kostenlos.

Das Leitungswasser ist in Paris trinkbar. Das Baguette schmeckt anders als in Österreich (viel besser) und die Franzosen sind viel freundlicher als man denkt. Besonders freuen sie sich, wenn man  sich von ihnen Ratschläge einholt.

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Es ist außerdem nicht weit nach Brüssel, sollte man nutzen.

Generell ist Paris ein guter Standort für verschiedene Trips in alle Richtungen. (Normandie, Bretagne, London, Brüssel, Brügge, Nizza, Lyon). Es gibt verschiedene Busunternehmen die günstige Fahrten anbieten. (Flixbus, Ouibus)

Wenn eine Verbesserung der Sprachkenntnisse angestrebt wird, unbedingt TV und Radio aktiv hören. Nachrichten verfolgen und sich mit Franzosen/-innen anfreunden.

Wie hast du die politische Situation vor Ort empfunden? Hat das deinen Alltag beeinflusst?

Die Geschehnisse vom November haben mich nicht eingeschüchtert nach Paris zu gehen. Es war zwar schockierend und unglaublich wie grausam unschuldige Zivilisten mitten in Europa angegriffen werden können. Allerdings ist das leider generell ein Alltag, der sich in Europa eingeschlichen hat.

Ich wollte keinen Rückzieher basierend auf Angst machen.

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Die Menschen lassen sich hier auch nicht einschränken. Es gibt zwar wesentlich viel mehr Polizei auf den Straßen, auch die mit Maschinengewehr bewaffneten Soldaten an öffentlichen Plätzen sind vielleicht gewöhnungsbedürftig.

Auf der Uni werden täglich bei Betreten des Campus alle Taschen kontrolliert sowie in allen Shopping Centern. Abgesehen davon, habe ich die Menschen als sehr positiv und entspannt erlebt. Im Endeffekt hat es meinen Alltag hier in Paris nicht beeinflusst. Die Anschläge in Brüssel im März haben besonders bei den Auslandsstudenten Angst ausgelöst. Es war auch sehr berührend die Solidarität Frankreichs mit Belgien zu erleben. (Eiffelturm erleuchtete in belgischer Flagge etc.)

Aktuell sind die Streiks und Aufstände ein großes Thema in Verbindung mit der Arbeitsrechtsreform Frankreichs.

Dies beeinflusst den Alltag vielmehr, da immer mehr Gewerkschaften und Gruppierungen streiken und öffentliche Verkehrsmittel teilweise gar nicht fahren. Die Franzosen sind leidenschaftliche Demonstranten, wobei es hier auch um sehr drastische Reformen geht.

Wie gehen die Studierenden an der Uni mit den Geschehnissen vom November um?

Ich habe von ein paar Studienkollegen schreckliche Geschichten gehört, die Kollegen oder Freunde am 13.11. verloren haben.  Bewundernswert ist, dass sie trotzdem einen normalen Alltag führen und sich nicht einschränken lassen.

Welches EM Spiel wirst du dir ansehen?

Österreich gegen Island am 22. Juni.

Wer wird gewinnen – was ist dein Tipp?

Österreich hat bis jetzt leider nicht besonders performt, allerdings hoffe ich dass sie gegen Island 1:0 gewinnen!

Fondation Louis Vitton

Wie geht es jetzt an der FH für dich weiter? Was sind deine Pläne?

Da das mein letztes Semester an der FH war, werde ich mit dem Masterexamen das Studium abschließen. Die Masterarbeit habe ich ebenfalls hier in Paris verfasst und bereits abgegeben. Als nächstes möchte ich mich im Banken-/Finanzsektor beruflich verwirklichen, wenn möglich auf europäischer Ebene.

Danke.

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