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10. Juni 2016 Christiane Staab

Die Welt hat durchgehend geöffnet

„Mein Vater war sehr naturverbunden – von ihm habe ich die Liebe zu Flora und Fauna und zu den kleinen Dingen des Lebens“, erzählt Adrian Frey, Absolvent des Studiengangs Energie- und Umweltmanagement der FH Burgenland.

Kleine Dinge kommen einem nicht gerade in den Sinn, wenn man mit ihm über seinen Werdegang spricht. Ich treffe einen dynamischen 34-jährigen frisch gebackenen Familienvater, der mit einer Leichtigkeit über die internationalen Stationen seiner Karriere spricht, die ihn von Neuseeland über den Jemen, die Vereinigten Arabischen Emirate und „das wilde Kurdistan“ nun wieder zurück nach Österreich geführt hat.

Weder die kleine Tochter, der verantwortungsvolle Job bei der OMV, noch das berufsbegleitende PhD Studium der FH Burgenland scheinen Adrian aus der Ruhe zu bringen. Die positive und weltoffene Lebenseinstellung ist bestechend.

Ich wurde in Saudi Arabien geboren und habe dort meine Kindheit verbracht – jeder wollte dem kleinen strohblonden Buben über den Kopf streicheln. Das prägt wohl.

Von Österreich in die Welt und wieder zurück

Nach seiner Schulzeit in Österreich verbringt Adrian 14 Monate in Südafrika für seinen Auslandszivildienst. Dort übernimmt er an einem College den Informatikunterricht und arbeitet auch im Selbsthilfezentrum Jabulani (zu Deutsch „Freut Euch“) mit. Später engagiert er sich in einer ländlich gelegenen Missionsstation mitten im Land der Zulus. Der Übergang zum Studium Energie- und Umweltmanagement in Pinkafeld ist fließend.

„Die Kombination von Umweltthemen, Wirtschaft, Internationalität und Sprachen war einzigartig – es war eine großartige Zeit,“ schwärmt er.

Sein Auslandssemester absolviert er mit einigen Kollegen in Litauen, sein Praktikum bei der OMV.

Ich habe mich bewusst für die familiäre Struktur einer FH entschieden und für die Praxisorientierung.

The green part of the business

Zum Studienabschluss geht es mit Freunden zwei Monate mit der Transsibirischen Eisenbahn Richtung Osten zur Vertiefung der erlernten Russischkenntnisse.

Nach Studienabschluss steigt er fix bei der OMV ein. „I do the green part of the business“, schmunzelt er. Als HSSE Experte ist er je nach Projektregion zuständig für Gesundheit, Arbeitsschutz und Umweltschutz, als auch Krisen- und Notfallmanagement.

In meiner momentanen Funktion im Seismik-Team sind wir meist die ersten vor Ort wenn es um die Erschließung neuer Areale geht und agieren hierbei als Pioneers, Professionals und Partners.

Das Aufgabenspektrum ist stets breit aufgestellt, Onshore als auch Offshore: Versorgung der Kollegen vor Ort, Umgang mit Behörden und Nachbarn, Umwelt- und Artenschutz, Planung und Logistik, bis hin zur Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr.

Ich sorge dafür, dass wir unsere Arbeit so durchführen können, dass es für alle passt – Mensch, Umwelt und Unternehmen im Einklang.

Momentan befindet sich Adrian in Väterkarenz und kann sich somit primär um die junge Familie kümmern bevor er mit neuen Projekten wieder durchstarten möchte.

FH Burgenland bringt Besonderes zusammen

Rückblickend schätzt er die breite Aufstellung des Studiengangs sehr, „dennoch aber mit einem klaren Fokus. Wir hatten außerdem viele Möglichkeiten, uns zu vertiefen – das wird in Firmen gern gesehen und erweitert den persönlichen Horizont.“

Der Claim der FH Burgenland „Bringt Besonderes zusammen“ wird für Adrian in mehrerlei Hinsicht wahr. Er lernt seine jetzige Frau während der Studienzeit kennen, das Paar verlobt sich 2012 in Istanbul. Gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter leben sie aktuell in der Nähe von Wien, mit einem zweiten Standbein „in da Hoamat“ in Oberösterreich.

„Nach 2,5 Jahren im Nord-Irak und vielen Jahren Fernbeziehung haben wir uns 2014 entschieden ein Jahr gemeinsame Auszeit zu nehmen. Mit dem eigenen Wagen ging es schließlich als ausgedehnte Hochzeitsreise über 36,000 km durch 27 Länder, der Großteil davon auf afrikanischem Boden.

Seine Frau Isabella studierte an der FH Burgenland Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung, absolvierte danach einen Master in International Health Care Management und spezialisierte sich in Indien auf Disaster Management, um danach für die Kindernothilfe Projekte zu koordinieren.

Lifelong Learning

Zu Weiterbildungszwecken kehrte Adrian im Herbst an die FH Burgenland zurück. Er studiert im Joint Cross Border PhD Programme in International Economic Relations and Management, welches die FH Burgenland gemeinsam mit drei internationalen Partnerhochschulen anbietet.

Einzigartig und bemerkenswert ist hier die Kooperation zwischen vier Institutionen, die direkte Betreuung im familiären Team und der Raum, der uns zur Entfaltung der eigenen Themenvorschläge gegeben wird.

Seine Dissertation schreibt er zum Thema Elektromobilität in Kooperation mit der Universität Sopron.

Ob es ihn lange in Österreich halten wird? „Momentan passt es gut so wie es ist“, sagt er und blickt neugierig in die Zukunft.

Wir wünschen ihm weiterhin alles Gute.

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