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3. Juni 2016 Christiane Staab

Mein persönlicher Prozesszyklus

Oft führe ich Gespräche mit Studienwerbern, die aus einem Problem im organisatorischen Umfeld heraus den Weg zum Masterstudium Business Process Engineering & Management gefunden haben. Die Herausforderungen sind meist einfach zu benennen: Kommunikationsschwierigkeiten zwischen IT und Business.

Die Lösung, die ich als Studiengangsleitung in diesen Gesprächen anbiete ist einfach: prozessorientiertes Denken.

Prozesse als Kommunikationsmittel

Mit dem Stichwort Prozess verbindet jeder Gesprächspartner etwas Anderes und das macht es aber auch so spannend, darüber zu diskutieren.

Für die einen ist es die Visualisierung komplexer Vorgänge, für andere eine technische Dokumentation für ausführbare Workflows und für wieder andere ist es bloß ein bürokratisches Muss. Wie aber ist es dazu gekommen, einen Studiengang ganz in den Fokus von Prozessmanagement zu stellen? Um diese Frage beantworten zu können, muss ich ein wenig in die Vergangenheit blicken.

Prozesse als Hype der 90er-Jahre

Gegen Ende meines Wirtschaftsstudiums entschied ich mich für die Spezialisierung in die Wirtschaftsinformatik. Im Nachhinein betrachtet ein kluger Schachzug, denn die Kombination einer wirtschaftlich-technischen Ausbildung ist Gold wert. Die frühe Auseinandersetzung mit Prozessmetriken und Prozesssimulation und die spätere Definition und Weiterentwicklung von Modellierungssprachen legten die Basis für das noch zu entdeckende Universum der Prozesse und deren Anwendungsmöglichkeiten. Zu dieser Zeit wurden Prozesse hauptsächlich als Grundlage für Zertifizierungen oder für die Ablage in Ordnern dokumentiert. So beschrieben es zumindest meine Kunden in der Beratung. Diese Aussagen waren nicht sehr zufriedenstellend, deshalb hat es mich dann beruflich eher ins Projektmanagement verschlagen.

Immer wieder Besinnung auf den Kern

Der Weg in das Projektmanagement war ebenfalls eine gute Entscheidung, da durch die Lehrjahre im Prozessmanagement strukturiertes Denken meine Arbeitsweise stark beeinflusst haben. Und da waren sie plötzlich wieder: Prozesse. Endlose Diskussionen mit dem Fachbereich, um Lösungsvorschläge aus der IT-Abteilung verständlich zu erklären, scheiterten. Eine Projektverzögerung hätte weitreichende Auswirkungen nach sich gezogen.

Also war der einzig mögliche Ausweg der entscheidende Weg in die Prozesswelt.

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Prozesse wurden dokumentiert, diskutiert, analysiert, simuliert und nachhaltig in die Softwareentwicklung integriert. Und dann die erlösenden Worte der Fachabteilung: dank der Prozesse verstehen wir nun den Aufbau der zuvor undurchsichtigen Softwarelösung.

Verknüpfung mit anderen Managementkonzepten

Wir haben also gelernt, dass Projekt- und Prozessmanagement kompatibel sind. Wie sieht es aber mit anderen Managementkonzepten, die in einer Organisation oft angewandt werden, aus? Können diese Ansätze ebenfalls prozesstechnisch unterstützt werden?

Die klare Antwort darauf ist ja, auf jeden Fall.

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Best Practice Beispiele für die Organisation einer IT sind Referenzprozesse. Das Management Framework COBIT kann durch Prozessunterstützung nachhaltig die Organisation optimieren. ERP-Systeme können aufgrund der integrierten Prozessbetrachtung besser an die Bedürfnisse einer Organisation angepasst werden. Das sind nur ein paar wenige Beispiele für eine ganzheitliche Prozessbetrachtung. Die Darstellung der Prozesse steht dabei aber nicht im Vordergrund.

Ob Standardnotation, selbstgestrickte Zeichensätze oder gar Comics die Lösung sind, ist zweitrangig.

Wichtig sind das klare Verständnis des Betrachtungsgegenstandes und die Verständigung über einen Lösungsweg mit Hilfe der Prozesse.

Das Schließen des Kreises

Das Universum der Prozesse lässt sich nicht auf standardisierte Modellierungssprachen, Dokumentationen im Rahmen von Zertifizierungen oder das Malen mit unterschiedlichen Formen reduzieren. Prozesse sind viel mehr als das. Sie sind eine Denkphilosophie mit hohem Freiheitsgrad.

Der Fantasie im Einsatz des Prozessmanagements sind kaum Grenzen gesetzt.

Ein Faktor aber ist entscheidend – und damit schließt sich für mich mein persönlicher Prozesszyklus: Das Denken in Prozessen will gelernt sein, aus diesem Grund ist der Masterstudiengang Business Process Engineering & Management ganz auf Prozessdenken ausgerichtet.

Hier der Link zum FAQ-Video.

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