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6. Mai 2016 Christiane Staab

Integrierte Versorgung – Zurück zum Natürlichen, zum grundlegenden menschlichen Empfinden

Integriertes Versorgungsmanagement gibt Antworten auf viele Fragen, die sich in der Gesundheits- und Sozialversorgung aktuell stellen. Wesentlich dabei ist die Abstimmung der Versorgungsbereiche: Die Kooperation, Koordination und Kommunikation zwischen den einzelnen Akteuren. Dafür braucht es gut ausgebildete Managerinnen und Manager. Management in der Gesundheitsversorgung erfordert neben analytischem Denkvermögen auch empathische Fähigkeiten:

Die Vorstellung, wie würde es mir selbst gehen, wenn ich auf Leistungen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen angewiesen bin, kann dabei sehr helfen.

Studierende lernen bereits im Bachelorstudium an der FH Burgenland, insbesondere bei Exkursionen in Krankenhäuser und Pflegeheime, sich auf diese Patientenperspektive einzulassen, um dann in der beruflichen Praxis gute Entscheidungen treffen zu können.

Akteure im Gesundheitswesen sind meist viel zu funktionalistisch unterwegs.

Freilich ist eine gute Ausbildung notwendig

Es braucht aber auch ein Zurück zum Natürlichen, zum grundlegenden menschlichen Empfinden. Würde man seine eigene Großmutter in einem zugigen Bereich im Krankenhaus sitzen und auf sich allein gestellt auf den Aufruf in die Ambulanz warten lassen wollen? – Ja, es braucht aktuelles Wissen! Wissen State-of-the-Art. Aber wir müssen lernen, es richtig zu transferieren. Indem wir die entlang der Versorgungskette Beteiligten zu Betroffenen und die Betroffenen, die Patientinnen und Patienten vermehrt einbeziehen und zu Beteiligten machen.

Sodass der im Rahmen der integrierten Versorgung durch das Gesundheitssystem geleitete und verantwortungsvoll begleitete Patient es auch tatsächlich so empfindet,

dass er die wichtigste Person in diesem System ist und seinem Versorgungsbedarf nach und entsprechend seinen Bedürfnissen umsorgt und behandelt wird.

Beruf als sinnstiftende Aufgabe

Für die im Gesundheitswesen tätigen Akteure selbst gewinnt ihr Beruf wieder ein Mehr an Bedeutung und wird zur sinnstiftenden Aufgabe. Integrierte Versorgungsmanagerinnen und -manager werden auch in den gesundheitspolitischen Entscheidungsgremien, bei den Sozialversicherungsträgern und in den Stellen der Gesundheitsverwaltung benötigt. Oft zeigt sich ja bereits jetzt, dass, wenn einer der Entscheidungsträger selbst unmittelbar von einer akuten Erkrankung betroffen ist, Entscheidungen eine andere Qualität bekommen. Darum ist auch hier von Bedeutung integrierte Versorgungsmanager einzubeziehen, die vor Ort mit ihrer weiten, aber auch sehr tiefen Kompetenz mit ganzheitlichem Zugang zur Verfügung stehen.

Unsere Studierenden werden dazu ausgebildet, wissenschaftliche Erkenntnisse in ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld zu integrieren und mit ihren Erfahrungen zu verbinden.

Empathie für die ihnen anvertrauten Menschen

Ihre hohe Expertise soll all jenen zur Verfügung stehen, für die das Gesundheits- und Sozialsystem eigentlich bestimmt ist: Für die Patientinnen und Patienten. Mit der Kompetenz zur integrierten Versorgung und mit Empathie für die ihnen anvertrauten Menschen! – Ein Spagat, zu dem die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Integriertes Versorgungsmanagement der FH Burgenland befähigt sind.

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