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8. April 2016 Christiane Staab

Anders Lernen – das war unser Praktikum

Wer sich für ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule entscheidet, bucht quasi all inclusive. Neben den Vorteilen eines gut organisierten und persönlichen Studienbetriebs habt ihr als Bachelorstudierende nämlich auch die Praxis mit im Paket. Das heißt vor allem für Vollzeit-Studierende: das Arbeiten in der Praxis, in einem für euch relevanten Unternehmen im In- oder Ausland ist nicht euer Privatvergnügen, das ihr in den Sommermonaten schnell mal reinquetscht. Es ist Bestandteil des Studiums.

Drei Jahre sind die Zeit, in der wir unseren Studierenden das nötige Rüstzeug mitgeben, um am Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. So lange dauert nämlich der Weg zum ersten akademischen Abschluss, dem Bachelor. Im Laufe des zweiten oder dritten Studienjahres verbringen unsere Studierenden etwa drei Monate nicht an der FH. Sie sammeln wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt. Wir haben Studierende gefragt, was sie im Praktikum gemacht haben und wie es ihnen gefallen hat.

Melanie Pendl studiert an der FH Burgenland Information, Medien & Kommunikation im 5.Semester

Ich studiere hier, weil ich mich anfangs nicht entscheiden konnte, ob ich Marketing oder Journalistik studieren soll. An der FH Burgenland konnte ich beides miteinander kombinieren. Das Studium ist sehr breit gefächert, das ist super.

Melanie Pendl studiert Information, Medien & Kommunikation an der FH Burgenland

Praktikum in Hamburg

Mein Praktikum habe ich bei der Marketing-Agentur DELASOCIAL in Hamburg gemacht. Ich habe mich initiativ beworben und noch am gleichen Tag die Zusage bekommen.

Meine Aufgaben waren das Entwickeln und Umsetzen von Redaktionsplänen, die Mitarbeit an Social Media Kampagnen, Postings vorbereiten, Reportings erstellen und Recherchen durchführen. Ich durfte von Anfang an mit zu Kunden-Meetings und habe viel Verantwortung übernehmen können. Zu unseren Kunden gehörten unter anderem Häagen-Dasz, Montblanc, BMW – vorrangig also Kunden aus den Bereichen Luxus, Automobile, Fashion & Lifestyle.

Am Besten gefallen hat mir…einfach alles. Die Stadt, das Team, die Arbeit: es hätte nicht besser sein können.

Dauerhaft dort zu arbeiten könnte ich mir von der Tätigkeit her in jedem Fall gut vorstellen. Umziehen möchte ich derzeit aber nicht unbedingt. Sollte sich das ändern, dann wäre Hamburg aber die Stadt meiner Wahl.

Christina Kölbl studiert Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung.

Ich studiere hier, weil die Ausbildung im gesundheitswissenschaftlichen Bereich mit Management und Recht verknüpft ist, was mir gute Perspektiven für die Zukunft ermöglicht. Außerdem ist der Schwerpunkt Gesundheitsförderung einzigartig in Österreich.

Mein Praktikum absolvierte ich an der University of Auckland, Faculty of Medical and Health Sciences/School of Population Health im Bereich Health Systems.

Meine Aufgaben kann man mit der Arbeit eines wissenschaftlichen Mitarbeiters vergleichen. Das heißt, ich verbrachte den Großteil meiner Zeit mit Literaturrecherche im Rahmen meines Projektes und habe dann über die Erkenntnisse einen Bericht geschrieben.

Christina Kölbl_Praktikum GMF

Praktikum in Auckland

Gleich in den ersten Tagen habe ich gemeinsam mit meinem Betreuer besprochen, welche Themen mich im Gesundheitsbereich interessieren. So konnten wir das Projekt finden, an dem ich gearbeitet habe. Als Belohnung für die Arbeit werden die Ergebnisse anschließend veröffentlicht.
Besonders gut hat mir gefallen, dass bei der Auswahl des Projektes auf meine Interessen eingegangen wurde.

Ich wurde sofort herzlich aufgenommen, die Menschen hier sind unheimlich nett und hilfsbereit – und ich finde ihre „no worries“-Mentalität super!

Martin Rottenfusser studiert Soziale Arbeit im 2.Semester

Ich studiere hier, weil in diesem Studiengang Sozialarbeit und Sozialpädagogik zusammengeführt werden und durch die drei Praktika im In- und Ausland ein hoher Praxisbezug gegeben ist.

Ich habe gerade mein erstes Praktikum absolviert, zwei Wochen bei einer privaten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung namens Mopäd (mobile Pädagogik) GmbH.

Dort habe ich meinen zuständigen Sozialarbeiter zu den einzelnen Familien und Terminen begleitet. Über die einzelnen Fälle und Klienten wurde ich vorab informiert und auch aktiv in den Arbeitsalltag des Sozialarbeiters mit einbezogen. Soweit es möglich war, durfte ich auch mit den Klienten arbeiten. Dabei konnte ich tiefe Einblicke in das „System Familie“ gewinnen.

Martin Rottenfusser Praktikum_Soziale Arbeit1

Praktikum in der mobilen Pädagogik

Ob ich in diesem Bereich später auch arbeiten möchte, ist momentan noch schwer zu sagen. Erst einmal möchte ich nach meinem Abschluss im Berufsleben Fuß fassen, in welchem Bereich der Sozialen Arbeit das genau sein wird, bleibt abzuwarten. Die Praktika, die noch vor mir liegen, werden sicher helfen mehr Klarheit darüber zu bekommen.

Anita Haas studiert IT Infrastruktur-Management im 5.Semester

Ich studiere hier, weil ich schon von klein auf wusste, dass ich später was mit Technologie und Netzwerken machen will. Auf der BeSt3 bin ich auf die FH Burgenland gestoßen, das hat sofort gepasst.

Mein Praktikum hab ich bei Austrian Airlines im Endusercomputing gemacht. Meine Aufgaben waren unter anderem Hardware- und Software-Support, Austausch von Geräten, wenn sie End of Life waren, die Unterstützung der Kunden, wenn sie Probleme im Netzwerk hatten und das Aufbereiten von Geräten, die dann an die User ausgegeben wurden.

Besonders gut fand ich, dass ich das Wissen, das ich mir an der FH angeeignet habe, gleich in der Praxis umsetzen konnte. Die Kollegen und Kolleginnen waren toll, und ich habe viel konstruktives und positives Feedback bekommen.

Anita Haas_ITI

Praktikum bei Austrian Airlines

Das Beste ist, dass mir nach Ende des Praktikums gleich eine Fixanstellung angeboten wurde, die ich mit großer Freude angenommen habe.

Ich habe mein Studium auf ein berufsbegleitendes Studium umgestellt, was hier an der FH zum Glück problemlos geht. Wenn ich den Abschluss habe, wurde mir von Austrian Airlines schon ein Job eine Etage höher in Aussicht gestellt.

Clemens Hanappi studiert Internationale Wirtschaftsbeziehungen im 6. Semester

Ich studiere hier, weil der Studiengang eine internationale Ausrichtung mit Zentral-Osteuropa-Schwerpunkt hat.

Wir lernen neben Englisch noch verpflichtend eine zentral-osteuropäische Sprache, in diesem Land absolvieren wir dann auch unser Pflichtpraktikum. Ein hoher Praxisbezug ist also garantiert.

Mein Praktikum habe ich beim Verlag freytag & berndt in Prag absolviert. Mein Schwerpunkt im Studium liegt im Marketing, genau in dem Bereich konnte ich in meinem Praktikum arbeiten. Meine Aufgabe war vor allem eine Applikation des Verlags zu bewerben. Die App heißt Phonemap, man kann damit Karten herunterladen und damit auch im Ausland ohne Roaminggebühren verwenden. Ich habe Inserate geschalten und versucht die App insgesamt möglichst gut zu bewerben.

Clemens_Hanappi_Prag

Praktikum in Prag

Besonders gut hat mir gefallen, dass ich sehr selbständig arbeiten konnte und viel Eigenverantwortung hatte.

Und auch Prag hat mir gut gefallen! Ich habe davor schon ein Auslandssemester dort gemacht und das Praktikum dann gleich drangehängt.

Stefanie Ohr studiert Gesundheits- und Krankenpflege im vierten Semester

Schon früh kommen die Studierenden des Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege in Kontakt mit den Patienten – Berufspraktika sind ein fixer Bestandteil der Ausbildung. Stefanie Ohr  hat gerade ihr drittes Praktikum in der mobilen Pflege beim Roten Kreuz in Neuntal absolviert.

Wir fahren von Haus zu Haus und kümmern uns um die Patienten. Wie lernen das Umfeld kennen, in dem sie leben, sind für Körper- und Krankenpflege zuständig. Wir reden viel mit den Patienten und machen zum Teil auch paliative Betreuung.

Stefanie Ohr_Gesundheits und Krankenpflege

Praktikum in der Gesundheits und Krankenpflege

Für das Studium an der FH Burgenland hat sie sich entschieden, weil sie hier die Möglichkeit hat einen Doppelabschluss zu machen und außerdem der Praxisanteil sehr hoch ist.

Es gibt noch viele Bereiche, die ich mir in der Praxis ansehen und näher kennen lernen möchte. Später einmal in der mobilen Betreuung zu arbeiten, kann ich mir aber gut vorstellen.

„Im Zuge meiner Berufspraktika habe ich bereits viele Einblicke in das spätere Tätigkeitsfeld gewonnen. Daher möchte ich nach meinem Abschluss noch die Ausbildung zur Wundmanagerin machen. Das ist für mich ein sehr wichtiger Themenbereich.“

Barbara Hasenegger, Thomas Ullrich und Daniel Novak studieren Soziale Arbeit im 4. Semester

Die Studierenden Barbara Hasenegger und Thomas Ullrich absolvieren ihr Praktikum noch bis Mitte Mai in Tanzania. Ihr Fokus vor Ort liegt in der Mitarbeit in einem Orphan (also Waisen)-projekt. „Unter anderem begleiten wir die Orphan Attendences in den Döfern und Schulen. außerdem möchten wir Case Studies durchführen, bei welchen wir die Lebensgeschichten der Betroffenen erheben werden.“

„Die Eine-Welt-Gruppe Schlins/Röns wurde mit dem Ziel gegründet, Menschen im südlichen Hochland von Tansania zu begleiten und mit ihnen gemeinsam Schritte für eine ressourcenschonende, naturnahe und nachhaltige Entwicklung zu gehen. 2012 wurde Rural Development Organisation RDO als eigenständiger NGO-Partner vor Ort etabliert. Ziel war der Aufbau kommunaler Organisationsstrukturen für Kooperation, Selbstbestimmung und Verantwortung. Die breite Einbindung der Betroffenen in sämtliche Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen war und ist wesentlich. Die Fortschritte kommen dadurch allen Menschen in der Region zugute, die die Entwicklung mit- und weitertragen. Alle Aufsichtsrats-, Vorstands- und Komiteemitglieder arbeiten ehrenamtlich.“

Wir besuchen andere umliegende NGO´s und führen Interviews, um Vergleiche zu starten, welche Methoden und Arbeitsweisen hier im Vordergrund stehen.

Im Rahmen des 14-wöchigen Langzeitpraktikums im 4. Semester verschlug es den Eisenstädter Daniel Novak nach Nairobi. Seit Februar 2016 arbeitet er an einer Schule als Sozialarbeiter und hat dort vielfältige Aufgaben. „Mein Aufgabenbereich erstreckt sich im Vermitteln von verschiedenen Unterrichtsfächern wie Englisch, Mathematik, Science, Social Studies bis hin zu Counseling-Tätigkeiten (Beratung) bei verschiedensten Anliegen. Weiters bin ich für das Organisieren und Durchführen von Sport und Spiel in den Pausen zuständig“, schreibt der Student in einem Bericht.

Die Erfahrungen hier sind abwechslungsreich und äußerst spannend. Ich freue mich aber auch schon wieder auf das Studium an der FH in Eisenstadt, welches im Juni wieder für das 4. Semester beginnt.

Die Bilder wurden anlässlich des „school election day“ am St. Antony Happy Day Centre der Primary und Upper Primary School Kenia, Nairobi gemacht.

Dabei können alle Schüler der primary und upper primary school für verschiedene Bereiche kanditieren: Sports, Games, Library, Office, President of school etc. Die gewählten Schülervertreter sind dann für die Integrität des jeweiligen Bereichs mitverantwortlich. President ist sowas wie bei uns in Österreich Schulsprecher. Es wird demokratisch abgestimmt. Wahlberechtigt sind alle Schüler (=230) sowie Personal.

„Es wurden Karten und Schilder gebastelt, um alles anschaulich und übersichtlich zu gestalten. Die Schüler hatten Riesenfreude daran, die elections draußen am playground zu verfolgen und teilzunehmen. Atmosphäre wie bei einem Rock-Konzert.“

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