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1. April 2016 Christiane Staab

Gemeinsam gesund alt werden

Magdalena Thaller leitet das Projekt der Forschung Burgenland.

An der Forschung Burgenland läuft aktuell ein Modellprojekt, das das gesunde Altwerden zum Thema hat. Wir haben der Projektleiterin Magdalena Thaller ein paar Fragen dazu gestellt und motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer über 61 Jahre zum vorösterlichen Bastelworkshop getroffen.

Der Bezirk Oberwart gilt im Vergleich zu anderen Regionen Österreichs als benachteiligt. Sozial, gesundheitlich und wirtschaftlich. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil älterer Personen an der Gesamtbevölkerung, ein eher geringer Bildungsstand, eine niedrige Erwerbstätigkeit und ein geringes Bruttoregionalprodukt zeichnen ein eher düsteres Bild der Region.

Der ideale Ort also für ein Forschungsprojekt, das die Gesundheit und das Wohlbefinden der älteren Generation in den Vordergrund rückt.

Forschung Burgenland - gemeinsam gesund alt werden

Projektleiterin Magdalena Thaller mit einer Gruppe an SeniorInnen in der Gemeinde Litzelsdorf.

Förderung der sozialen Teilhabe von älteren Menschen ab 61 Jahren an gemeinschaftlichen Aktivitäten

Seit Juli 2015 läuft das Projekt „Gemeinsam gesund alt werden“ in einer einzigartigen Kooperation von Forschung Burgenland (einer Tochter der FH Burgenland), Hilfswerk Burgenland und Volkshilfe Burgenland in acht Gemeinden des Bezirks. Die Projektfinanzierung erfolgt zu 100% durch den Fonds Gesundes Österreich im Rahmen der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaften“.

Die Visionen des interdisziplinären Projektteams sind vielversprechend:

  • Die Gesundheit, das Wohlbefinden sowie die Lebensqualität von den in den am Projekt teilnehmenden Gemeinden lebenden Frauen und Männern über 60 Jahren verbessern.

  • Die gesundheitliche Chancengerechtigkeit bei Frauen und Männern über 60 Jahren fördern.

Ziel des Projektes ist es, älteren Personen mehr Mitwirkung und Mitbestimmung am Gemeindeleben zu ermöglichen.

Langfristig geht es uns vor allem darum, den Gesundheitszustand und die Lebensqualität der über 61-Jährigen zu verbessern.

„Dabei steht der gesundheitsfördernde Aspekt der Gemeinschaft im Vordergrund. Mit dem Projekt wollen wir die Zielgruppe nachhaltig erreichen und zum Erhalt der Unabhängigkeit und Selbständigkeit älterer Menschen beitragen.“

Wie genau dieses Ziel erreicht werden soll, erklärt Projektleiterin Magdalena Thaller von der Forschung Burgenland.

„Wir haben je Gemeinde Teams gebildet, mit denen wir uns gemeinsam die Maßnahmen überlegt haben. Die Maßnahmen wurden also nicht von uns vorgegeben, sondern gemeinsam mit jeder Gemeinde unter Einbezug der Zielgruppe geplant.

Allen Aktivitäten liegt ein für jede Gemeinde individueller „Jahreskreis“ zugrunde. In dem haben wir die partizipativ geplanten Aktivitäten in einen jahreszeitlichen Ablauf gebracht. Wir möchten an bereits bestehende Strukturen anknüpfen und nachhaltige, effektive, überparteiliche und kostengünstige Angebote für ältere Menschen schaffen.

Einmal im Monat findet in jeder Gemeinde ein Treffen statt, zu dem alle älteren Menschen der Gemeinde recht herzlich eingeladen werden.

 

Diese Treffen sind fixe Bestandteile der Projektaktivitäten. Sie verleihen dem gesamten Vorhaben während der Projektlaufzeit Beständigkeit und Kontinuität. Die Maßnahmen in den Gemeinden reichen von gemeinsamen Aktivitäten wie Sing- und Erzählrunden über generationsübergreifenden Aktivitäten wie Basteln mit Kindern oder Handy- und Computerkurse.

Die praktische Umsetzung der Aktivitäten hat bereits sehr erfolgreich begonnen

Wir machen bis Jänner 2017 weiter.

Wir hatten bereits in jeder Gemeinde Veranstaltungen, die jeweils von etwa 30 älteren Menschen besucht wurden. Die viele Planung hat also Früchte getragen. Nach Ende des Projektes sollen diese monatlichen Treffen in den Gemeinden bestehen bleiben und ein wesentliches Element für die Nachhaltigkeit im Projekt sein.“

Spannendes Forschungsfeld mit Zukunft

Die Forschung Burgenland ist im Zuge des Projektes als Projektverantwortlicher für die wissenschaftliche Begleitung und Koordination verantwortlich. Der methodische Ansatz dieses Projektes ist theoriegeleitet (unter Verwendung von: Netzwerkmodell von Brößkamp-Stone, Capacity Building, Sozialkapitalmessung nach Gehmacher, „parallel-tracking“ Modell von Laverak) und partizipativ ausgerichtet. Das systematische Vorgehen des Projektes orientiert sich am Public Health Action Cycle mit den Phasen Diagnose, Planung, Umsetzung und Evaluation. Das Hilfswerk Burgenland und die Volkshilfe Burgenland übernehmen im Rahmen des Projektes die operative Umsetzung der gesundheitsförderlichen Maßnahmen in den Gemeinden.

„Besonders wichtig für ein solches Projekt ist, dass die Gemeinden hinter dem Projekt stehen. Und das ist der Fall: Alle acht beteiligten Gemeinden haben bereits zu Beginn des Projektes eine Commitment-Erklärung unterzeichnet und sich bereit erklärt, aktiv am Projekt mitzuwirken“, berichtet Magdalena Thaller.

Angebot in den Projektgemeinden

„Bei der Planung der Maßnahmen haben wir darauf geachtet, dass die gesundheitsförderlichen Aktivitäten innerhalb der Lebenswelt älterer Menschen verortet sind und sowohl für Aktive als auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich sind.

Das Alter hat viele Gesichter – vom rüstigen 70-Jährigen bis hin zur gehbehinderten Seniorin und darauf haben wir Rücksicht genommen.

Forschung Burgenland - gemeinsam gesund alt werden

Gemeinsames Basteln für Ostern in Litzelsdorf.

Besonders schwierig ist es, jene zu erreichen, die üblicherweise eben nicht auf solche Angebote reagieren. Umso mehr Bedeutung wird im Zuge des Projektes der Mundpropaganda und informellen Zugängen beigemessen. Ein informativer Flyer reicht da nicht aus.

Wichtig ist es, Vertrauenspersonen – wie zum Beispiel den Hausarzt oder Angehörige – ins Boot zu holen.

In den nächsten Monaten sollen auch Nachbarschaftsbörsen in den Gemeinden etabliert werden, über die Engagierte anderen Menschen Unterstützung anbieten können. Außerdem ist in den beteiligten Gemeinden der Wunsch entstanden, sich auch untereinander zu vernetzen, um von den Erfahrungen der anderen profitieren und voneinander lernen zu können. Ein Wunsch, dem die Forschung Burgenland und ihre Kooperationspartner mit einem ersten Vernetzungstreffen im April gerne nachkommen.

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