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26. Februar 2016 Christiane Staab

Auf Mission im Europa Parlament – Traineeship in Luxemburg

Christopher Grandits verbrachte ein Traineeship in Luxemburg

Im März 2015 traf ich die Entscheidung mich für ein Praktikum im Europa Parlament zu bewerben. Immerhin studierte ich im vierten Semester European Studies – Management of EU Projects an der FH Burgenland. Ein Studienfach, das darauf ausgelegt ist, Karrieren in internationalen Organisationen zu ermöglichen.

Fünf Monate Traineeship in Luxemburg

Vor allem die im Studium European Studies erworbenen Kenntnisse im internationalen Projektmanagement und das Wissen über die Funktionsweisen der wichtigsten EU Institutionen haben mich dazu ermuntert mich dem Bewerbungsverfahren zu stellen, obwohl die Chancen bei über 10.000 Bewerbern und Bewerberinnen 1:50 stand.

Als ich dann 4 Monate später die Zusage für das Traineeship im Kabinett des Generalsekretärs, genauer im Management Team Support Office (MTSO) erhalten habe, war meine Überraschung dementsprechend groß. Es dauerte nicht lange, bis ich mich endgültig dazu entschlossen habe, das 5-monatige Traineeship in Luxemburg anzunehmen. Trotzdem waren bis zum Antritt im Oktober noch einige Hürden zu überwinden. Zum Beispiel wurde meine schriftliche Zusage von der Post verloren. Dank der „Sendungsverfolgung“ konnte ich dies noch rechtzeitig herausfinden.

Mein zweites Schreiben schaffte es dann doch noch rechtzeitig in die Luxemburger Personalabteilung des Europäischen Parlaments.

Das Bild zeigt den Kirchberg aus der Ferne. Hier sind alle EU Institutionen in Luxemburg.

Das Bild zeigt den Kirchberg aus der Ferne. Hier sind alle EU Institutionen in Luxemburg.

Mein Tipp: fangt früh mit der Wohnungssuche an

Da der Großteil meiner Zeit im Sommer von der Arbeit an meiner Masterthesis beansprucht wurde, startete ich erst knapp einen Monat vor meiner Abreise nach Luxemburg mit der Wohnungssuche. Ein Tipp von mir ist, möglichst früh mit der Suche zu beginnen, da nicht gerade viele günstige Wohnmöglichkeiten im Zentrum von Luxemburg zu finden sind. Ein Zimmer mit einer Größe von 12m² wird zum Beispiel um € 650,- im Monat angeboten. Ich habe mich für eine günstigere Variante außerhalb von Luxemburg Stadt entschieden.

Die erste Woche war eine Herausforderung.

Ich reiste schon früher an, um mich in der Stadt einzugewöhnen und um Bürokratisches zu erledigen. Da mein Zimmer erst ab Anfang Oktober zu beziehen war, musste ich die ersten Nächte im Hostel mit 7 anderen Menschen im selben Schlafraum verbringen. Aber schon nach der ersten Woche, hatte ich mich gut in Luxemburg eingewöhnt und konnte dann auch mein Zimmer beziehen.

Von Wien nach Helmsange

Meine Unterkunft liegt in Helmsange. Dieser Vorort liegt sieben km außerhalb von Luxemburg Stadt. Die Umstellung von Wien auf Helmsange mit seinen 2200 Einwohnern war dann doch sehr groß. Angenehm sind die Stille und die Nähe zur Natur. Denn nach nur fünf Minuten Fußmarsch gelangt man in ein großes Waldgebiet, welches sich für Wanderungen anbietet. Anstrengend ist aber die Unberechenbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel bzw. die am Wochenende kaum vorhandene öffentliche Anbindung an die Stadt.

Bild1_Helmsange

Meine Unterkunft in Helmsange Luxemburg inkl. Regenbogen.

Der Start in meine erste Arbeitswoche beinhaltete das Kennenlernen von interessanten Kollegen aus den unterschiedlichsten Ecken des Kontinents sowie meine erste Mission nach Brüssel.

Dienstreisen werden hier Missionen genannt. Klingt nicht nur cool, sondern ist es auch!

Persönliches Highlight: mein Besuch in Straßburg

In Brüssel fand der Willkommensevent für Trainees aller Europäischen Institutionen statt. Ich hatte die Gelegenheit viele Vorträge zu hören und Brüssel zu sehen. Eine weitere Mission führte mich nach Straßburg. Was sich für mich als persönliches Highlight herausstellte.

Zuerst konnte ich im Zuge der Sacharow Preisverleihung Reden von Persönlichkeiten wie Martin Schulz und Ensaf Haidar, der Frau des inhaftieren saudischen Bloggers Raif Badawi, live miterleben, anschließend führte ich ein Gespräch mit Christian Mangold, dem Head of Cabinet des Generalsekretariat des Europa Parlaments, über meine bisherigen Erfahrungen im Traineeship und meine Zukunftspläne

Die Aufgabe des Generalsekretariats besteht unter anderem darin die Zusammenarbeit der Generaldirektionen zu gewährleisten und eine gemeinsame Strategie vorzugeben.

Meine Hauptaufgabe im MTSO ist die Entwicklung einer Projektmanagementmethodologie für Projekte des Europäischen Parlaments. Ich bin Teil eines drei Personen starken Teams und arbeite mit der DG Itec, der IT-Abteilung des Parlaments, sowie mit einigen Projektmanagern der Kommission zusammen. Intern vernetzte, internationale und interinstitutionelle Zusammenarbeit sieht genauso aus.

Bild2_Arbeitsplatz

Mein Arbeitsplatz im Büro.

Ich lerne hier auf verschiedenen Ebenen sehr viel über die Funktionsweise einer großen internationalen Organisation.

Ich bin froh, die Chance genutzt zu haben, mich in beruflicher und persönlicher Hinsicht weiterzuentwickeln und kann nur jedem Studierenden der FH Burgenland empfehlen sich für ein Traineeship an einer EU Institution zu bewerben, wenn er oder sie internationale Berufserfahrung sammeln möchte und das System EU hautnah erleben will. Das Studium „European Studies – Management of EU Projects“ bietet dafür jedenfalls die optimalen Voraussetzungen.

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