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19. Februar 2016 Christiane Staab

Familienfreundliche FH Burgenland

Studentin Sigrid Bayer mit Rosa und Ferdinand

Die ersten Jahre mit dem Nachwuchs sind kein Kinderspiel. Damit der Spagat zwischen Job, Studium und Familie leichter wird, hat die FH Burgenland Maßnahmen und Möglichkeiten erarbeitet, um noch familienfreundlicher zu werden. Sie erhielt dafür das Grundzertifikat hochschuleundfamiliedes des Familienministeriums und wurde von der WKO zum „familienfreundlichsten Unternehmen“ des Burgenlandes in der Kategorie öffentliche Unternehmen ausgezeichnet.

Drei Studentinnen und ein Mitarbeiter erzählen, wie ihr Alltag mit Kindern, Job und Studium so aussieht.

Spagat zwischen Studium und Familie

Sigrid Bayer ist diplomierte Krankenschwester und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern Rosa (4 Jahre) und Ferdinand (7 Jahre) in Eisenstadt. Seit Herbst 2014 studiert sie an der FH Burgenland, Campus Pinkafeld, den Bachelorstudiengang Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung.

„Der Pflegeberuf verändert sich, ich wollte die Chance nützen, da jetzt mitzuziehen.“

Vor allem das Thema Gesundheitsförderung interessiert sie, genauso wie der Bereich der Heimleitung und des Managements.

Management ist ein gutes Schlagwort, wenn man in Sigrid Bayers Situation ein Vollzeit-Studium belegt.

„In meinem Studiengang studieren vier Mütter, aber ich bin die einzige mit zwei Kinder und meine sind auch die Jüngsten“, erzählt sie. Der Spagat zwischen Studium und Familie klappt nur durch die Unterstützung des Umfelds und viel Verständnis.

„Wenn die Mama lernt, dann lernt sie. Meine Kinder sind stolz auf mich und respektieren, was ich tue.“

Dennoch, lernen bis 2 Uhr Früh ist keine Seltenheit und vor allem, wenn die Kinder krank sind, wird die Herausforderung Studium zur großen Challenge.

Etwa drei- bis viermal pro Woche pendelt die Studentin nach Pinkafeld. „Ich zähle in meinem Studiengang zwar zu den älteren Studierenden, aber jede/r bringt seine Stärken in die Gruppe ein. Der Zusammenhalt ist groß.“

Wünschen würde sich Sigrid Bayer mehr Möglichkeiten, von zu Hause aus zu studieren – an der FH herrscht Anwesenheitspflicht.

 

Studentin Sigrid Bayer mit Rosa und Ferdinand

Studentin Sigrid Bayer mit Rosa und Ferdinand



Die Ausbildung rundet das Ganze noch ab

Auch Angelika Popp studiert Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung in Pinakfeld. Dass die Mama lernt, ist für Riccardo (8) und Eileen (6) ganz normal.

„Riccardo sagt: Dir wird der Kopf noch rauchen. Er hat’s gut, da er sich wirklich sehr leicht tut beim Lernen. Eileen ist es gewohnt, dass ich, wenn ich mit ihr Schlafen gehe, immer neben ihr lerne.“

Angelika Popp kam nach zwei Semestern Ernährungswissenschaften und anschießender Tätigkeit am Institut für Sportwissenschaften als Dokumentationsassistentin 2000 zurück nach Eisenstadt. Über 10 Jahre hat sie im Fitness-Studio als Fitness-Trainerin und an der Rezeption gearbeitet. „Nebenbei habe ich dann den staatlich geprüften Lehrwart und einige andere Ausbildungen im Fitness bzw. Sportbereich (wie Übungsleiter für Kinderturnen, Gesunder-Rücken Instruktor) gemacht.“

Seit 2014 arbeitet sie als Assistentin bei power-drums, einem Unternehmen, das Coaching Musik und Unternehmertum miteinander verbindet.

„Bis jetzt interessiert mich im Studium eigentlich alles. Ich merke schon, dass ich einiges an Wissen und Erfahrung mitbringe. Die Ausbildung rundet das Ganze noch ab.“

Oft ist es schwierig, alles unter einen Hut zu bringen: Familie, Job, außerschulische Aktivitäten der Kinder zu koordinieren und so weiter.

„Aber ich liebe die Herausforderung und habe eine hohe Stresstoleranz.“

Die weitgehende freie Zeiteinteilung in meinem derzeitigen Job und das Verständnis meines Chefs sind natürlich eine Hilfe. Aber ohne die Unterstützung von meinem Mann, den Kindern – die wirklich „mitspielen“ und meinen Eltern wäre das Studium nicht möglich.

„Nach dem Studium hätte ich gerne einen ca. 30 Stunden-Job mit Vortragstätigkeit und auch praktischen Einheiten (wie Gesunder Rücken oder Kinderturnen) und flexible Bürozeiten, wenn möglich auch von zu Hause (wie jetzt) vorzugsweise in der Gesundheitsförderung, in Betrieben, auf Kommunaler Ebene oder im Bildungsbereich.“

Angelika Popp mit Riccardo und Eileen

Angelika Popp mit Riccardo und Eileen



Besonders am Anfang eine echte Herausforderung

Daniela Fritz ist alleinerziehende Mama des vierjährigen Leonardo und hat im Herbst ihr Bachelorstudium Information, Medien & Kommunikation an der FH Burgenland abgeschlossen.

„Die Organisation von Studium, Job, Haushalt und Kind war besonders am Anfang eine echte Herausforderung.“

„Dank meiner Familie, dem Kindergarten und den tollen Anwesenheitszeiten in der FH konnte ich alles unter einem Hut vereinbaren. Da wir jedes zweite Wochenende „frei“ hatten, konnte ich mich intensiv mit meinem Sohn beschäftigen. Das war besonders im Kleinkindalter sehr wichtig für ihn.“

Am schwierigsten für Daniela Fritz war es, die Bachelorarbeit zu schreiben. Unterstützung bekam sie dabei durch den tollen Zusammenhalt und die gute Stimmung in ihrem Jahrgang.

Nun macht sie ihre Träume wahr und strebt eine Karriere im Marketing an.

Daniela Fritz und Leonardo

Daniela Fritz und Leonardo



Zeit mit der Familie verbringen

Dass das Familienmanagement längst nicht mehr ausschließlich von den Müttern verantwortet wird, zeigt FH-Mitarbeiter Peter Klanatsky, Hochschullehrer am Department Energie-Umweltmanagement, mit seiner Familie.

Drei Monate hat er dank Väterkarenz mit seinem 10 Monate alten Sohn Jannik verbracht.

„Ich bin der FH sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit der Väterkarenz wahrnehmen konnte – so konnte ich den Tagesablauf meines kleinen Sohnes auch unter der Woche miterleben und mitgestalten.“

Auch für den siebenjährigen Sohn Moritz brachte die Väterkarenz seines Papas zu Schulbeginn Vorteile.

Wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist, hat auch Gernot Hanreich, Rektor der FH Burgenland, persönlich erfahren: „Als ich als Angestellter an der Fachhochschule angefangen habe, hatte ich noch keine Familie. Umso schöner war es dann für mich zu sehen, dass sich beides miteinander vereinen lässt. So habe ich etwa die Väterkarenz in Anspruch genommen, und konnte Zeit mit meiner Familie verbringen.“

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